Diätfrei schlank - Kleine Sünden erlaubt

Wer abnehmen will, muss seinen Lebensstil ändern - ausgewogene Ernährung und Bewegung.

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Die Frauen- und Männerzeitschriften setzen den Trend – sie zaubern jede Woche eine neue Diät aus dem Hut, die Sensationelles verspricht. Meist untermauert mit Vorher/Nachher-Fotos. „Fünf Kilos in einer Woche“ heißt es da, „Neues Glück dank 30 Kilo weniger“ oder Waschbrettbauch ein paar Tagen.

Erreicht werden soll das Schrumpfen mit Trennkost, Stoffwechseldiät, der französischen Dukan-Diät oder dem letzten Schrei – einer Hormondiät mit dem Schwangerschaftshormon HCG.

Ran an den Lebensstil!

Es gibt Frauen, die haben schon alle Arten von Diäten ausprobiert – meist ohne durchschlagenden Erfolg. Denn viele Diäten lassen die Pfunde nur kurzfristig purzeln. Wer im Anschluss wieder zu seinen normalen Essgewohnheiten zurückkehrt, sich auf seine lang entbehrten Lieblingsspeisen stürzt, hat oft mehr Pfunde auf den Hüften als je zuvor, weil der berühmte Jo-Jo-Effekt zuschlägt.

Wer abnehmen und auch schlank bleiben will, muss seinen Lebensstil ändern – da führt kein Weg daran vorbei. Das heißt: Abschied nehmen von lieb gewordenen Gewohnheiten!

Keine Essensverbote

Wichtig ist, dass Sie sich nichts verbieten, sonst halten Sie nicht lange durch. Versuchen Sie nur, den Konsum Ihrer Lieblingsspeisen einzuschränken. Essen Sie also nur ab und zu ein Stück Schokolade oder trinken Sie ein Glas Wein.

Essen, was Sie mögen

Die neuen Essensregeln müssen auch wirklich zu Ihnen passen. Tun Sie nichts auf Ihren Speiseplan, was Sie nicht mögen – sonst fehlt der Genuss. Wer kein Freund von Tofu ist, sollte das auch nicht als Ersatz für den Schweinbraten wählen.

Kalorien sparen

Wählen Sie am besten kalorienärmere Alternativen, also zum Beispiel Putenwurst statt Salami oder Marmelade statt Erdbussbutter. Und wenn Sie partout Lust auf ein Schnitzel haben, dann verzichten Sie auf den Kartoffelsalat oder die Pommes frites.

Mehr Bewegung

Sie müssen nicht gleich zehn Kilometer joggen – fürs erste geht es weniger um sportliche Höchstleistungen, sondern um mehr Bewegung im Alltag. Gehen Sie tanzen oder jeden Tag ein kurzes Stück stramm spazieren. Manchmal hilft auch ein Blick in die Kindheit, um herauszufinden, welche Bewegungsart Ihnen Spaß macht: Vielleicht haben Sie früher gerne geturnt, dann könnte Gymnastik in einem Verein etwas für Sie sein. Auch Skilanglauf, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen sind geeignet, um Ihre Ausdauer zu stärken und die Pfunde purzeln zu lassen. Wichtig ist, dass die Bewegung keine Eintagsfliege ist, sondern Sie es regelmäßig tun – also am besten an allen Tagen der Woche für mindestens 30 Minuten. Außerdem ist regelmäßige Bewegung auch gut gegen Stress. Man kann besser Dampf ablassen.

Stress, lass nach!

Viele stopfen Essen in sich hinein, wenn sie unter Druck stehen. Dies gilt als Belohnung gegen den Frust. Außerdem kurbeln die Stresshormone im Blut den Hunger und vor allem die Lust auf kohlenhydrathaltige Mahlzeiten an. Viele Menschen nehmen daher zu, wenn sie unter Strom stehen. Deshalb ist Stressmanagement ein wichtiger Baustein für ein gesundes Gewicht. Dazu gehören das Delegieren von Aufgaben an andere oder auch mal Nein zu sagen.

Gut schlafen

Stress kann Menschen schlaflose Nächte bescheren. Schlafmangel erhöht das Risiko für Übergewicht, belegen viele Studien. Die Stoffwechselaktivität verringert sich und die Konzentration des Hungerhormons Grehlin steigt im Blut.

Entspannung lernen

Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Autogenes Training – lernen Sie eine Entspannungstechnik. So bekämpfen Sie den Stress, schlafen besser und tun damit aktiv etwas gegen Übergewicht.

Dran bleiben!

Ob Ernährung, Nordic Walking oder Entspannungstraining – der neue Lebensstil schleift sich nicht von alleine ein. Sie müssen sich mehrere Monate Zeit geben, bis Sie die neuen Verhaltensweisen verinnerlicht haben und sie Teil des Alltags sind. Dafür brauchen Sie Motivation! Setzen Sie sich realistische Ziele, denn Enttäuschungen untergraben die Motivation dauerhaft.

Insgesamt gilt

Kleine Sünden sind erlaubt. Niemand kann sich ständig und dauernd kasteien, wenn es ums Essen geht. Auch wenn mal Eis oder Pizza gefrönt haben – verfallen Sie nicht wieder in alte Gewohnheiten. Sie haben schon viel erreicht. Und letztlich zählt nicht ein einzelner Tag, sondern der veränderte Lebensstil auf Dauer.

Stand: 14.01.2013

Vorlage: Christiane Fux
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