Die schlimmsten Fettfallen

Tomatenketchup ist nicht gleich als ungesund verdächtig. Aber die rote Paste kann jede Menge Zucker enthalten.

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Heimliche Dickmacher stecken in vielen Lebensmitteln. Von außen sieht man nicht, dass Leberwurst, Ketchup oder Senf jede Menge Fett und Zucker enthalten. Aber auch einige vermeintlich gesunde Produkte entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als fiese Fettfallen. Wir zeigen, wie Sie diese am besten umschiffen.

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Zuerst heißt es: Lesen! Studieren Sie am besten die Zutatenliste auf den Etiketten. Dort stehen der Brennwert (kcal) sowie der Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettgehalt des Produktes. Je weiter vorne die Fette in der Liste stehen, desto größere Mengen enthält ein Produkt. Das gilt auch für alle anderen Zutaten.

Die größten Dickmacher

Fertigprodukte: Tomatenketchup enthält zwar fast kein Fett, dafür aber stolze elf Würfel Zucker pro 100 Gramm. Besonders tückisch sind auch andere herzhafte Fertigprodukt: Kartoffelsalat, Brotaufstriche oder Senf - sie schmecken zwar nicht süß, können aber trotzdem beträchtliche Mengen an Zucker enthalten.

Wurst: Auch Wurstwaren enthalten Zucker, obwohl sie gar nicht süß schmecken. Außerdem haben Leberwurst, Mettwurst, Lyoner und Co. einen hohen Fettanteil und deshalb viele versteckte Kalorien (300kcal pro 100g). Besser sind magere Alternativen wie Schinken oder Putenbrust.

Backwaren: Ein Croissant etwa enthält rund 20 Gramm Fett und damit deutlich mehr als ein Cheeseburger. Die französische Spezialität landet garantiert direkt auf Ihren Hüften.

Fast Food: Ein Gemüse-Mäc und ein Milchshake enthalten mehr Kalorien als ein Hamburger mit Cola. Ernährungstechnisch ist die Gemüsevariante leider ein Fehlschlag. Das Fleischmenue liefert weniger als 400 Kalorien. In Gemüseburger und Milchgetränk steckt dagegen fast doppelt so viel Energie.

Milchprodukte: Alles andere als mager sind auch viele Milchprodukte, Eis, Cremesuppen und Soßen. In 500 Gramm Fruchtjoghurt stecken zum Beispiel 21 Zuckerwürfel. Also lieber selber mixen, zum Beispiel aus frischen Erdbeeren und fettreduziertem Naturjoghurt.

Dosenobst: Davon sollten Sie die Finger lassen! Eine Dose Ananas enthält vier Stück Würfelzucker. Besser Sie kaufen die frische Variante ohne Zucker.

Salat: Eigentlich ist Grünzeug kalorienarm. Wer aber ein Fertigdressing darüber schüttet, macht ihn zur regelrechten Fettfalle. Deshalb das Dressing lieber selber anrühren, mit fettarmem Joghurt oder italienisch mit Olivenöl und Balsamico.

Kaffee: Ein Milchkaffee gehört nicht gerade zu den gesunden Getränken. Er enthält - wenn er mit Vollmilch zubereitet wird - mehr als 9 Gramm Fett. Mit fettarmer Milch kommt er nur auf 5,6 Gramm. Der Latte Macchiato aus Vollmilch mit Zucker hat zwischen 200 und 250 Kalorien, ein Espresso mit Zucker kommt auf rund 40.

Light-Produkte: Auch sie sind nicht immer kalorienarm. Zwei Becher Diät-Joghurt können beispielsweise deutlich mehr Kalorien als ein Becher der normalen Variante enthalten.

Zucker: Wer sein Müsli versüßen will, sollte besser zu frischem Obst oder Trockenfrüchten greifen: Sie enthalten zwar auch Zucker, versorgen den Körper aber zusätzlich mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Stand: 09.05.2017

Vorlage: Irmgard Reichhardt, Diplom-Oecotrophologin
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