E-Nummern - gefährliche Farbstoffe in Lebensmitteln

Mann mit Einkaufswagen im Supermarkt

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Pudding, Marmeladen, Wurst und Käse – in diesen Lebensmitteln stecken Farbstoffe, die das Produkt bunter und optisch attraktiver machen sollen. Verbraucher sollten aber die Packungsangaben genau studieren, denn manche Farbstoffe können sogar gefährlich werden – wir sagen, um welche Sie besser einen Bogen machen sollten.

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Schöner durch Farbe

Es gibt kaum ein Fertiglebensmittel, das ohne Farbstoffe auskommt. Sie sorgen dafür, dass Brause, Surimi, Wurst, Spirituosen oder Margarine schön bunt aussehen. Insgesamt gibt es rund 40 Farbstoffe, mit denen die Hersteller Lebensmittel bunt mahen dürfen. Alle E-Nummern wurden von der EU zugelassen und von der Behörde als unbedenklich eingestuft. Das E steht für EG oder EU. Trotzdem stehen einige Farbstoffe im Verdacht, allergische Symptome auszulösen. Unter den E-Nummern E-100 bis 199 werden die Farbstoffe zusammengefasst. Auf dem Lebensmittel müssen sie genau gelistet sein.

Aus dem Labor

Nur wenige Farbstoffe werden tatsächlich aus Pflanzen isoliert, normalerweise werden sie im Chemielabor nach ihrem natürlichen Vorbild nachgebaut. Manchmal sind die Verbindungen auch komplett synthetisch. Nur ein einziger Farbstoff ist tierischen Ursprungs: Echtes Karmin (Cochenille) färbt leicht bis leuchtend rot. Er wird aus den Weibchen der Scharlach-Schildlaus gewonnen und zudem in roten Lippenstiften, Arzneimitteln oder Textilien eingesetzt.

Palette an Zusätzen

Neben den Farbstoffen enthalten Fertiglebensmittel wie Tütensuppen, Pizza oder Chili von carne aus dem Plastiktopf noch viel mehr Zusatzstoffe. Insgesamt gibt es etwa 300 E-Nummern, die in der Europäischen Union zugelassen sind. Sie sollen Lebensmittel cremiger, haltbarer, bunter und schmackhafter machen. Zugesetzt werden dürfen Konservierungsstoffe (E-200 bis 299), Antioxidantien (E-300 bis 321), Säuerungsmittel (E-322 bis 399), Gelier-, Verdickungs- und Feuchthaltemittel (E-400 bis 429), Emulgatoren (E-430 bis 499), andere Zusatzstoffe (E-500 bis 949) und Süßstoffe ( E-950 bis 1518).  Jeder Zusatzstoff ist einer Kategorie zugeordnet – manche auch mehreren. Kohlensäure ist beispielweise ein Säuerungs-, Konservierungs- und Backtriebmittel.

Autor:

Stand: 05.12.2012

Quelle:

Zusatzstoffe online, www.zusatzstoffe-online.de/information/686.doku.html