Naturkur - das liebt Ihre Leber

Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des Menschen

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Ist die Leber krank, wirkt sich das auf den gesamten Körper aus. Denn für den Stoffwechsel spielt sie eine zentrale Rolle: Sie filtert das Blut, produziert Hormone, baut verschiedene Stoffwechselprodukte ab und speichert Nährstoffe. Tun Sie Ihrer Leber daher ab und zu etwas Gutes, denn das ist gar nicht so schwer. Küche und Garten bieten viele Möglichkeiten für eine Leberkur zuhause - die besten Tipps!

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Groß, schwer, wächst nach

Die Leber ist ein wahrer Tausendsassa unter den Körperorganen: Durchschnittlich 1,4 Kilogramm wiegt das rotbraune Gebilde und ist damit die schwerste Drüse des Körpers. Nach der Haut ist sie das zweitgrößte Organ im Körper. Kurios: Die Leber kann sich selbst regenerieren. Etwa drei Wochen braucht sie, um nach einer Leberspende wieder vollständig nachzuwachsen. Ansonsten machen dem Stoffwechselorgan vor allem ein ungesunder Lebensstil und Umweltgifte zu schaffen. Schwere Leberschäden sind außerdem nicht mehr reversibel. Noch ein Grund mehr, die Leber frühzeitig zu schützen und zu schonen.

Das schadet dem Entgiftungsorgan

Pestizide und Weichmacher lagern sich nicht nur im Boden oder der Nahrung an, sondern auch in der Leber. Sie können zum Beispiel bestimmte Enzyme hemmen, die wichtig für die Entgiftungsvorgänge sind. Auch Schwermetalle wie Amalgam, Quecksilber oder Blei mag die Leber nicht. Auch sie können Entgiftungsenzyme blockieren. Ein gängiges Lebergift ist Alkohol. Männer sollten nicht mehr als 20 Gramm Alkohol pro Tag zu sich nehmen (das entspricht etwa einem Glas Wein), Frauen sogar nur 10 Gramm. Wer auf Dauer zu tief ins Glas schaut, bekommt die unangenehme Quittung: Die Leber schrumpft (Leberzirrhose).
Indem Sie also Umweltgifte so weit wie möglich vermeiden, sich fettarm ernähren und dem Alkohol nur maßvoll zusprechen, sorgen Sie für gute Voraussetzungen für eine gesunde Leber. Die folgenden einfachen Tipps können zusätzlich helfen.

Fasten entlastet die Leber

Es klingt unangenehm, hört sich aber schlimmer an, als es ist: Um Ihrer Leber eine kleine Pause zu gönnen, müssen Sie keine anstrengende Nulldiät machen. Verzichten Sie einfach drei Wochen lang auf Zucker, Alkohol und Fett - mehr braucht Ihre Leber nicht, um sich zu entfetten und komplett zu regenerieren. Wenn Ihnen das zu viel ist, legen Sie einfach ab und zu einen Tag ein, an dem Sie nur Gemüsesuppe zu sich nehmen. Auch das bringt schon einiges.

Bitterstoffe entlasten

Bitterstoffe lassen Ihre Leber frohlocken. Denn sie steigern die Gallenproduktion und machen dadurch das Fett aus der Nahrung besser verträglich. Zudem senken sie zu hohe Blutfettwerte. Das alles entlastet die Leber. Besonders viel von den bitteren Bestandteilen finden Sie in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Chicorée, Radicchio, Endiviensalat, Artischocken, Rosenkohl oder Löwenzahn.

Leberwickel bei Völlegefühl

Sie kennen das bestimmt: Nach dem fettigen Schweinebraten oder Wiener Schnitzel mit Pommes machen sich Völlegefühl und lästiges Aufstoßen breit. Um die Fettverdauung zu fördern, probieren Sie statt dem Verdauungsschnäpschen doch lieber einmal ein altbewährtes Hausmittel: Leberwickel. Einfach ein kleines Handtuch mit heißem Salzwasser tränken, auswringen und auf die Leber legen, Wärmflasche drüber, fertig! Nach ungefähr 30 Minuten können Sie das Ganze wieder entfernen. Sinnvollerweise sollten Sie die Prozedur am besten einmal täglich durchführen. Wenn Ihnen das zu viel ist, reicht es auch, jeden zweiten Tag einen Leberwickel zu machen.

Leberfreundliche Gartenkräuter

Wer Probleme mit der Leber oder der Verdauung hat, sollte seine Speisen öfter mit Rosmarin würzen. Die darin enthaltenen Polyphenole, ätherischen Öle und Mineralstoffe aktivieren den Gallenfluss, steigern die Durchblutung und unterstützen die Leber bei der Entgiftung. Auch Salbei ist gut für die Leber. Er wirkt krampflösend, entzündungshemmend und regenerationsfördernd.

Stand: 25.12.2013

Autor:

Quelle: Grillparzer M. Körperwissen. Entdecken Sie Ihre innere Welt. Gräfe & Unzer 2007