Sodbrennen - wann Sie zum Arzt müssen

Sodbrennen ist ein häufiges Problem: Jeder Zweite hat schon einmal unter dem Schmerz hinter der Brustwand gelitten.

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Jeder Zweite kennt Sodbrennen: Ausgelöst wird der brennende Schmerz durch Magensaft, der in die Speiseröhre hochschwappt und die Schleimhäute reizt. Grund: Der Muskel zwischen Magen und Speiseröhre schließt nicht richtig. Um Folgekrankheitn vorzubeugen ist es sogar in manchen Fällen ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Wie Sie Sodbrennen vorbeugen können, zeigen diese fünf Tipps in unserer Klickstrecke.

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Vorsicht bei bestimmten Lebensmitteln

Typisch für Sodbrennen: Es tritt circa zwei Stunden nach dem Essen auf. Vermeiden Sie deswegen üppige und fettige Mahlzeiten - vor allem unmittelbar vor dem Schlafengehen. Auch zu viel Kaffee oder Alkohol, Zitrusfrüchte, Zwiebeln, Schokolade und Tomaten können Sodbrennen auslösen. Achten Sie auch darauf, zwischendurch etwas zu essen. Die Magensäure wird durch Nahrung gebunden. Daher machen sich Beschwerden oft zwischen den Mahlzeiten bemerkbar. Essen Sie dann eine Scheibe Brot oder Zwieback und trinken Sie ein Glas Milch.

Keine Chance dem Stress

Stress oder Aufregung können ebenfalls Auslöser von Sodbrennen sein - versuchen Sie sich zu entspannen. Verschiedene Techniken wie Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Yoga können Ihnen dabei helfen. Auf vermeintliche Entspannungszigaretten sollten Sie außerdem auch verzichten - denn der Rauch kann die Schleimhäute zusätzlich reizen.

Wann Sie zum Arzt müssen

Gelegentliches Sodbrennen ist unbedenklich und kann mit den Tipps oder rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke bekämpft werden. Tritt es allerdings mehrmals in einer Woche auf, verätzt die Magensäure auf Dauer die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre. Bei folgenden Symptomen sollten Sie deswegen einen Arzt aufsuchen:

  • Starke Schmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Übelkeit und Erbrechen mit Blut
  • Blutiger oder schwarz verfärbtem Stuhl
  • Blässe und Müdigkeit als Zeichen von Eisenmangel durch Blutverlust
Stand: 02.05.2016

Redaktion:

Quellen:

  • Leitlinien der Dt. Ges. f. Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS): Gastroösophageale Refluxkrankheit (Stand: November 2008)
  • Herold G.: Innere Medizin. Selbstverlag 2011
  • Baenkler H.-W. et al.: Innere Medizin. Thieme Verlag. 2. Auflage 2009