Zimt – Schmackhafte Verdauungshilfe

Zimt ist ein Tausendsassa, er hilft gegen Regelschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Allerdings eignen sich nicht alle Sorten

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Zimt ist eines der ältesten und kostbarsten Gewürze der Welt. Die eingerollten Rindenstücke des Zimtbaumes können aber viel mehr als nur das Aroma von Milchreis, Pfefferkuchen und Tee bereichern. Das Gewürz hat auch positive gesundheitliche Auswirkungen, vor allem auf unsere Verdauung. Aber Vorsicht - es gibt etwas Wichtiges zu beachten.

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Zimt gegen Magen-Darmbeschwerden

Dem echten Zimt werden wertvolle Heilkräfte zugeschrieben. Unter anderem bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Völlegefühl soll er dem Magen zuträglich sein. Seine Wirkung beruht darauf, dass er die Bewegung des Verdauungssystems fördert. Das kann in diesem Bereich krampflösend wirken. Außerdem wird bei Zimtverzehr die Magensaftproduktion angeregt. Dafür einen Teelöffel zerkleinerte Zimtrinde mit einer Tasse kochendendem Wasser überbrühen. Dies zehn Minuten ziehen lassen und dann abgießen. Nach den Mahlzeiten je eine Tasse davon trinken.

Zimt bei Erkältung

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Zimt zum Beispiel in Form von Suppe als Mittel gegen Erkältungen, Grippe oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen gereicht. Dafür wird ein Esslöffel Gewürznelken mit einer Zimtstange in einem viertel Liter Wasser circa 10 Minuten geköchelt. Dann zwei getrocknete Feigen und ein ungefähr fünf Zentimeter großes Stück Ingwer dazugegeben und weitere zehn Minuten kochen. Anschließend wird abgegossen und je 2 Teelöffel auf eine Tasse heißes Wasser gegeben. Davon wird dann morgens und abends je eine getrunken.

Zimt gegen Regelbeschwerden

Auch bei Frauenleiden soll Zimt eine positive Wirkung haben. Zum einen soll er den Eintritt der Regelblutung fördern, was bei schwacher oder ausbleibender Menstruation sinnvoll ist. Zum anderen wirkt er krampflösend bei Regelschmerzen.

Zimt gegen Fußpilz

Auch äußerlich findet das Gewürz Anwendung. Gegen Fußpilz werden Fußbäder mit Zimt zweimal täglich empfohlen. Darüber hinaus werden mit Zimt präparierte Schuheinlagen auch bei geruchsintensivem Fußschweiß eingesetzt.

Billiger Zimt kann Leber schädigen

Neben dem echten (teuren) Zimt gibt es auch den billigeren Kassia-Zimt, auch Chinesischer Zimt genannt. Dabei handelt es sich um eine andere Pflanze. Die Farbe des daraus gewonnen Gewürzes ist dunkler, außerdem schmeckt er auch bitterer als der Echte Zimt. Schlimmer ist aber: Er kann der Leber schaden. Schuld ist der Bestandteil Cumarin. Dieser Aromastoff kann schon in kleinen Mengen die Leber schädigen. Studien berichten, dass nicht mehr als 0,1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag davon verzehrt werden sollte.

Auch Allergiker müssen bei Zimt aufpassen. Denn er kann eine verzögerte, allergische Reaktion auslösen. Schuld daran ist der Inhaltsstoff Zimtaldehyd.

Stand: 12.12.2012

Vorlage: Amra Ackermann und Martina Feichter
Redaktion:
Quellen:

  • Bundesinstitut für Risikobewertung
  • U. Bühring: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 2. Auflage. Sonntag Verlag, 2009