Blähungen - so werden Sie das Blubbern los

So lassen Sie heiße Luft verduften

© contrastwerkstatt - Fotolia

Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen, jede Erbse einen Knall - sagt der Volksmund. Blähungen werden meist durch "explosive" Lebensmittel verursacht. Wenn Sie die Auslöser kennen, können Sie leicht Abhilfe schaffen, indem sie diese meiden. Was aber können Sie tun, wenn es im Bauch bereits grummelt? Mit welchen einfachen Tricks Sie Ihren Darm erziehen, zeigen wir in unserer Klickstrecke.

Mehr zum Thema

Jeder Mensch hat von Zeit zu Zeit Blähungen. Sie entstehen, wenn sich im Darm zu viel Luft befindet, die zwickt und drückt. In den meisten Fällen sind Blähungen harmlos und verschwinden nach kurzer Zeit von selbst. Auslöser können falsche Ernährung, schnelles Essen aber auch Stress sein. Manchmal steckt aber auch eine Nahrungsunverträglichkeit dahinter, zum Beispiel eine Laktoseintoleranz.

Gerade aber, wenn Sie den Auslöser nicht kennen, gibt es einige Mittel und Tricks, akuten Blähungen den Gar aus zu machen:

Wunderwaffe Kümmel

Er gilt als eines der besten pflanzlichen Mittel gegen Blähungen. Verwendet werden die Kümmelfrüchte oder das aus den reifen Früchten gewonnene ätherische Öl.

Tee-Tipp: Für einen Tee ein bis zwei Teelöffel Kümmelfrüchte frisch zerstoßen, mit 150 Milliliter heißem Wasser übergießen und zehn bis 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dreimal täglich eine Tasse zu den Mahlzeiten trinken. Alternativ können Sie ein bis zwei Tropfen Kümmelöl auf Zucker einnehmen.

Gelbwurz gegen Völlegefühl

Gelbwurz hilft bei Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei Völlegefühl nach den Mahlzeiten und bei Blähungen.

Tee-Tipp: Einen Teelöffel Wurzelpulver mit 150 Millilitern heißem Wasser aufgießen und zehn bis 15 Minuten ziehen lassen. Zwei bis drei Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten trinken.

Die (Tee)-Mischung macht´s

Je 50 Gramm Anis-, Fenchel- und Kümmelsamen zerdrücken. Einen Teelöffel dieser Mischung mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Mehrmals täglich eine Tasse trinken.

Warme Wickel gegen heiße Luft

Wärme entspannt den Darm und hilft somit auch bei Blähungen, beispielsweise in Form einer Wärmflasche (trockene Wärme). Wenn Sie die Wirkung intensivieren wollen, können Sie einen feuchten Waschlappen zwischen Wärmflasche und Bauch legen (feuchte Wärme). Auch Kartoffelauflagen sind sehr intensive Wärmespender. Dazu Kartoffeln zuerst wie Pellkartoffeln kochen, dann zerstampfen und in ein Tuch wickeln. Dieses etwas abkühlen lassen und auf den Bauch legen. Mit einem weiteren Tuch festbinden. Vorsicht: Nicht zu heiße anwenden, sonst besteht Verbrennungsgefahr.

Tipp: Bei Blähungen helfen auch leichte Bauchmassagen. Dafür den Bauch im Uhrzeigersinn kreisend massieren.

So beugen Sie Blähungen vor:

Fördern Sie Ihre Verdauung!
Verwenden Sie in der Küche möglichst häufig verdauungsfördernde Gewürze wie Kümmel, Anis, Majoran oder Koriander, um Blähungen und Verdauungsstörungen vorzubeugen.

Bleiben Sie in Bewegung!
Der berühmte Verdauungsspaziergang nach dem Essen regt den Darm an und beugt somit Blähungen vor.

Beim Essen wenig Luft schlucken!
Meiden Sie stark kohlensäurehaltige Getränke, essen Sie nicht zu hastig und sprechen Sie nicht beim Essen. So gelangt deutlich weniger Luft in den Darm.

Augen auf bei Lebensmittelunverträglichkeiten
Bei manchen Menschen entstehen Blähungen durch bestimmte Lebensmittel wie Milch oder Gluten - lassen Sie sich zum Beispiel auf Laktoseintoleranz testen, wenn Sie diesbezüglich einen Verdacht haben und meiden Sie Lebensmittel, die Ihnen Probleme bereiten.

Stand: 03.04.2017
Autor:

Vorlage: Kathrin Rothfischer
Quellen:

  • Layer P. et al.: Praktische Gastroenterologie. Urban & Fischer Verlag. 3. Auflage 2008
  • Grönemeyer D.: Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit. Rowohlt Verlag. 4. Auflage 2008