Augen brauchen Vitamine

Falsche Ernährung kann zu Zellschäden führen - das tut Ihren Augen gut!

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Trockene Heizungsluft oder stundenlange Bildschirmarbeit – unsere Augen machen einiges mit. Auch Stress geht nicht ohne Spuren an ihnen vorbei. Die gute Nachricht: Wer seine Augen pflegt, macht sie widerstandsfähiger. Wichtig ist dabei die richtige Ernährung. Denn mangelt es an manchen Vitaminen, kann das die Sehleistung erheblich mindern.

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Eine gesunde Ernährung kommt dem ganzen Körper – und auch den Augen - zugute. Eine ausgewogene Mahlzeit ist auch optisch im doppelten Sinne etwas fürs Auge: Der Berufsverband der Augenärzte empfiehlt vor allem den Verzehr von Paprika, Karotten, Roten Rüben, Feldsalat oder Zitrusfrüchten.

 „Karotten für scharfe Augen“

Dass der Verzehr von Möhren gut für die Augen ist, stimmt nur bedingt. Denn mit den Vitaminen lassen sich keine Sehschwächen ausgleichen. Gegen Weit- und Kurzsichtigkeit hilft es also nicht, an Karotten zu knabbern.

Trotzdem sind Vitamine elementar wichtig für die Augen, insbesondere das Vitamin A. Dessen wertvolle Vorstufe, das Beta-Carotin,  kommt in Karotten und anderem bunten Gemüse tatsächlich reichlich vor.

Wer einen Mangel an Vitamin A hat, riskiert seine Augengesundheit. Denn ohne das Vitamin kann die Netzhaut im Auge nicht richtig funktionieren. Ein Zeichen für eine Mangelerscheinung ist zum Beispiel Nachtblindheit. In Extremfällen kann ein zu Wenig an Vitamin A sogar zur Blindheit führen – in Entwicklungsländern ist das ein häufiger Grund, warum Kinder das Augenlicht verlieren.

Soweit kommt es bei uns in der Regel nicht. Die empfohlene Tagesdosis für Vitamin A liegt bei Frauen bei 0,8 mg und bei Männern bei 1,0 mg. Das „Augen“-Vitamin ist in großer Menge zum Beispiel in Kalbsleber, Fisch, Milch oder Eiern enthalten. In rotem, grünem oder gelben Gemüse findet sich  Beta-Carotin.

Lutein schützt die Netzhaut

Grünes Gemüse wie Spinat, Erbsen oder Grünkohl enthalten noch ein besonderes Schätzchen für die Augen: Lutein. Dieser Stoff ist in den Pflanzen Bestandteil von Chlorophyll. Es hilft ihnen aus Sonnenlicht Energie zu gewinnen. Gleichzeitig wird Lutein auch eine gewisse Schutzwirkung für die menschliche Netzhaut nachgesagt. Denn die darin enthaltenen Farbstoffe wirken wie eine natürliche Sonnenbrille.

Gesichert ist, dass es bei der altersabhängigen Makulardegeneration (AMD) eine Rolle spielt. Die Makula oder auch gelber Fleck, ist ein Areal auf der Netzhaut, das sehr viele Sehzellen beinhaltet. Unter anderem ist das wichtig für scharfes Sehen. Im Laufe des Lebens werden in den Sehzellen aber auch Abfallprodukte eingelagert, die das Sehvermögen beeinträchtigen (frühe AMD). Sterben die Zellen  irgendwann, mindert das die Sehleistung deutlich. Patienten mit AMD haben weniger Lutein in der Netzhaut. Wer auf eine ausreichende vitaminreiche Ernährung achtet, kann dem Leiden vorbeugen, so der Berufsverband der Augenärzte.

Das tut Ihren Augen noch gut:

Verzichten Sie aufs Rauchen: Die darin enthaltenen Stoffe verringern die Durchblutung des Sehnervs und können so seine Funktion in Mitleidenschaft ziehen.

Setzen Sie eine Sonnenbrille auf: Wer konsequent eine Sonnenbrille nutzt, verringert das Risiko für eine AMD oder Grauen Star.

Bewegen Sie sich: Bringen Sie Ihren Kreislauf mit Bewegung in Schwung, das verbessert die Durchblutung des Körpers – und damit auch der Augen.

Augengymnastik für Bildschirmarbeiter: Gerade bei Bildschirmarbeit werden die Augen sehr gefordert. Legen Sie deswegen immer wieder kleine Trainingseinheiten ein. Zum Beispiel indem Sie zehn Sekunden lang schnell hintereinander blinzeln oder auch mal einige Minuten entspannt in die Ferne blicken.

Lüften Sie durch: Vor allem im Winter macht den Augen die trockene Heizungsluft zu schaffen. Lüften Sie deswegen regelmäßig durch.

Lassen Sie Ihre Augen durchchecken: Für viele Krankheiten ist tatsächlich das fortschreitende Altern ein Risikofaktor. Um Grünen und Grauen Star gut zu behandeln, ist es wichtig, die Augenleiden früh zu entdecken. Gehen Sie deswegen regelmäßig zum Augenarzt. Empfohlen wird das ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich.

Stand: 10.01.2017
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Quelle:

Berufsverband der Augenärzte (http://cms.augeninfo.de; Abruf 20.10.2015)