Wann ist die beste Tageszeit für Sport?

Sport konsequent durchziehen

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Sport ist wichtig, um Körper und Seele gesund zu halten. Wer sich viel bewegt, kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, die geistige Leistungsfähigkeit verbessern oder sein Sexleben ankurbeln. Kurzum: Unser Organismus ist auf Bewegung angewiesen. Welche Tageszeit für Sport am besten ist und warum Sie sich dann besser fühlen, erklären wir in unserer Klickstrecke.

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Der Körper braucht Sport

Menschen müssen sich bewegen, um zu überleben. Damit der Körper effizient und reibungslos funktioniert, ist körperliche Aktivität das A und O. Wer sich nicht ausreichend bewegt, riskiert die Rückbildung körperlicher Strukturen und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit verschiedener Organsysteme. Zu wenig Sport gilt deshalb auch als Risikofaktor für viele Erkrankungen, etwa Übergewicht oder Diabetes.

Bewegungsmangel macht krank

So schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass im Jahr 2015 etwa 2,3 Milliarden Menschen weltweit übergewichtig sein werden - und daran ist auch ein Mangel an Bewegung Schuld. Im Kampf gegen die überflüssigen und mitunter gefährlichen Pfunde mühen sich täglich Millionen von Menschen beim Krafttraining in Fitnessstudios oder beim Joggen im Park ab. Doch nicht immer kommt es zum gewünschten Abnehmerfolg. Und das kann einen ganz einfachen Grund haben: Es ist die falsche Tageszeit.

"Die beste Zeit für Sport ist dann, wenn er konsequent durchgezogen werden kann", erklärt Russel Pate von der Arnold School of Public Health der University of South Carolina. Und das kommt ganz auf den jeweiligen Menschen und seine Lebensumstände an. Wichtig ist aber auch, dass der Körper sich zum Zeitpunkt des Trainings in einem Leistungshoch befindet.

Nachmittag und früher Abend ideal

Sport muss ins Tagesprogramm passen. Doch wer sich tagtäglich in den frühesten Morgenstunden aus dem Bett quält, um das Pensum vor einem langen Tag im Büro oder Haushalt abzuspulen, kann auch frustriert werden. Zwar bringt Bewegung am Morgen den Stoffwechsel auf Touren, wer allerdings dabei keinen Spaß hat und nur halbherzig seine gesteckten Ziele abarbeitet, erhöht das Risiko, inkonsequent zu werden.

Am besten für sportliches Training geeignet ist die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen sowie am Nachmittag und am frühen Abend. Atemfrequenz, Puls und Körpertemperatur sind dann auf ihrem Tageshöchstwert, der Körper ist am leistungsstärksten. Hinzu kommt, dass Studien zufolge intensive Belastungen ab etwa 16 Uhr nicht mehr so unangenehm wahrgenommen werden. In dieser Zeit werde auch mehr Muskelmasse aufgebaut, fanden Forscher heraus.

Mix aus vier Faktoren

"Es geht aber nicht nur um die Tageszeit allein, sondern auch um die Sportart und mit wem sie wann und an welchem Ort ausgeführt wird", so Pate. Es sollte also eine Konstellation von vier Faktoren berücksichtigt werden: Der Ort, die Tageszeit, die jeweilige Sportart und das soziale Umfeld. "Wer den Mix gut hinbekommt, hat die größten Chancen seinen Sport konsequent zu machen", sagt Pate. Und das hat natürlich einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Berücksichtigt werden sollten auch, ob man lieber Sport in Gruppen treibt oder die Ruhe beim entspannten Joggen in der Einsamkeit schätzt.

Nicht jeder Sport eignet sich für jeden

Fitnessstudios sind eine gute Möglichkeit, das eigene Training zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter durchzuziehen. Allerdings ist kräftezehrendes Muskeltraining im Studio nicht für jeden geeignet. Genauso kann sich nicht jeder mit täglichem Joggen auf dem Laufband oder stundenlangem Kurbeln auf dem Spinningbike anfreunden.

Es ist also wichtig herauszufinden, welche Art der Bewegung für jeden Einzelnen die richtige ist. So lassen sich die Sportarten beispielsweise grob einteilen, und zwar in:

Jede dieser Arten fördert die Gesundheit auf unterschiedliche Weise. Eine besondere Bedeutung allerdings hat der Ausdauersport, bei dem der Körper bestimmte Belastungen über einen längeren Zeitraum hinweg aufrecht erhalten kann. Zu den typischen Sportarten beim Ausdauertraining gehören zum Beispiel Joggen, Wandern, Radfahren oder Schwimmen.

Sport - so viel sollte es mindestens sein

Grundsätzlich empfiehlt die American Heart Association, etwa zweieinhalb Stunden mäßig-intensiven oder 75 Minuten intensiven Sport pro Woche zu betreiben. Wer nicht so viel Zeit hat, kann aber auch auf andere Weise körperlich aktiv sein. Um sich täglich 30 Minuten zu bewegen, helfen schon ein paar kleine Tricks im Alltag.

Fußweg zum Auto einplanen
Parken Sie morgens beispielsweise zehn Minuten Fußweg entfernt von ihrem Arbeitsplatz. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft kurbelt den Stoffwechsel an und bringt ihren Geist in Schwung. Und: Am Abend müssen Sie diese Strecke auch wieder zurücklaufen, das bringt weitere zehn Minuten Bewegung.

Spaziergang in der Mittagspause
Statt während der Mittagspause am Platz zu essen oder nach dem Lunch in der Kantine einen Kaffee mit den Kollegen zu trinken, sollten Sie lieber zehn Minuten an die frische Luft gehen. Spazieren Sie beispielsweise eine Runde um ihr Bürogebäude. Der Sauerstoff verhilft auch müde gewordenen Hirnzellen wieder zu neuem Schwung.

Stand: 08.03.2017
Autor:

Quellen: American Heart Association. When is the best time of day to work out?