Die fünf größten Fitnessirrtümer

Falsch ist  die Annahme: Je mehr Muskeln, desto fitter ist ein Körper.

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Ohne Muskelkater keine Wirkung, je mehr Muskeln desto besser, Getränke am liebsten isotonisch - Um das richtige Training ranken sich viele Geschichten. Doch sind sie alle wahr? Lesen Sie hier die fünf größten Fitness-Irrtümer.

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1. Sport muss wehtun

Noch immer gilt bei vielen Hobbysportlern die Devise: Ohne ordentlichen Muskelkater hast du nicht richtig trainiert! Das ist völlig falsch. Denn Schmerzen sind ein Anzeichen für Miniverletzungen der Muskelfasern. Die feinen Risse können entstehen, wenn Sie den Muskel überfordern. Es bringt daher auch nichts, gegen den Schmerz anzutrainieren. Gönnen Sie ihren gestressten Muskeln in diesem Fall lieber etwas Ruhe – und ein warmes Bad.

2. Viele Muskeln = topfit

Je mehr Muskeln, desto fitter ist ein Körper? Falsch. Dicke Muckis können zwar kurzfristig große Leistung bringen, zum Beispiel wenn Sie Gewichte stemmen – Herz und Kreislauf trainiert das Ganze aber eher nicht. Doch ganz zu verachten ist Kraftsport natürlich nicht. Gezielter Muskelaufbau als Ergänzung zum Ausdauertraining ist wichtig, um Skelett und Gelenke zu stabilisieren. Das beugt Verschleißerscheinungen und Fehlhaltungen vor.

3. Sportler brauchen spezielle Getränke

Mehr Power, mehr Leistung, besseres Training – Fitnessdrinks versprechen viel, halten aber wenig! Tatsache ist: Viele der darin enthaltenen Zusatzstoffe wie Koffein, Zucker oder Mineralstoffe sind vollkommen überflüssig. Wenn Sie weniger als eine Stunde Ausdauersport betreiben, reicht normales Mineralwasser. Bei längerer Belastung sind nur Natrium und Kohlenhydrate, zum Beispiel in Form einer Banane, sinnvoll.

4. Fettverbrennung – aber erst nach 30 Minuten

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Erst nach 30 Minuten Anstrengung fängt der Körper an, seine Fettreserven zu verbrennen. Wahr ist: Schon beim Trainingsstart sind Fett und Glukose Energiespender. Die Glukosespeicher werden im Verlauf der Anstrengung allerdings immer leerer. Um das Defizit auszugleichen, nimmt die Fettverbrennung zu – und hat nach 20 bis 30 Minuten ihr Maximum erreicht.

5. Bauch, Beine, Po – Fettabbau an Problemzonen

Vor allem für viele Frauen enttäuschend: gezielte Fettverbrennung an Problemzonen ist kaum möglich. Fettdepots schmilzen vor allem erst aus schnell verfügbaren Reserven, wie zum Beispiel im Gesicht. Hüfte und Oberschenkel kommen erst ganz zum Schluss. Bestimmte Übungen können allerdings die Muskeln straffen. Ein definierter Bauch oder Po wirkt daher flacher und knackiger, auch wenn die Fettdepots bleiben.

Vorlage: Christiane Fux
Redaktion:

Stand: 10.12.2013