Sport ist die beste Medizin

Regelmäßige Bewegung stärkt die Knochen und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

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Laufen, Kicken und Radeln bringen nicht nur Spaß. Ganz nebenbei profitiert auch Ihre Gesundheit von einem regelmäßigen Sportprogramm. Denn um zu funktionieren, braucht unser gesamter Organismus Bewegung.

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Doch die Wirklichkeit sieht heutzutage oft anders aus - im Auto zur Arbeit, Schreibtischjob und abends zur Entspannung die Couch. Das führt nicht nur zur Rückbildung von Muskeln und anderen Körperstrukturen, auch die Leistungsfähigkeit verschiedener Organsysteme nimmt mit der Zeit immer mehr ab. Zu wenig Bewegung ist auch ein Risikofaktor für verschiedene Krankheiten, von Übergewicht über Bluthochdruck bis hin zu Diabetes.

Regelmäßiges Training dagegen soll nicht nur die Knochen stärken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, es belebt Studien zufolge auch das Sexleben, hilft bei Depression und verbessert die allgemeine Leistungsfähigkeit. Vor allem Ausdauersport hat viele positive Effekte.

Ausdauertraining stärkt das Herz

Sportmediziner bezeichnen Ausdauer als die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung. Dabei unterscheiden sie zwischen aerober und anaerober Ausdauer. Aerob bedeutet, dass der Körper mit mindestens so viel Sauerstoff versorgt wird, wie er zur Energiegewinnung braucht. Typische Sportarten, welche die Ausdauer trainieren, sind zum Beispiel Joggen, Schwimmen, Inlineskating, Wandern, Radfahren oder Nordic Walking.
Aerobes Training bewirkt, dass sich das Herzvolumen vergrößert und mehr Blut sowie Sauerstoff zu Muskeln und Organen transportiert werden. Auch der Stoffwechsel profitiert: die Körperzellen brauchen weniger Sauerstoff für die gleiche Leistung. Regelmäßiges Ausdauertraining senkt zudem den Blutdruck, verbessert die Cholesterinwerte und unterstützt den Zuckerstoffwechsel. Vorausgesetzt, Sie übertreiben es nicht, stärken Sie mit ausdauernder Bewegung auch ihr Immunsystem.

Kraft und Beweglichkeit

Neben Ausdauer ist aber auch gezielter Muskelaufbau sinnvoll. Das heißt nicht, dass Sie zum zweiten Arnold Schwarzenegger werden müssen. Aber maßvolles Krafttraining sorgt nicht nur für stabile Muskeln, sondern auch für gesunde Gelenke, Sehnen und Bänder.

Ebenso wichtig wie Ausdauer und Kraft ist auch die allgemeine Beweglichkeit. Durch permanente Beanspruchung oder auch Fehlbelastung (z. B. durch langes Sitzen am Schreibtisch) verkürzen sich die Muskeln. Spezielle Dehnübungen lösen Muskelverspannungen und können haltungsbedingten Rückenproblemen und Gelenkschäden vorbeugen.

Check-up beim Arzt

Wenn Sie etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, ist also die Kombination der drei Bausteine Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit am sinnvollsten. Bevor Sie allerdings aktiv werden, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Vor allem nach längerer Bewegungspause oder wenn Sie körperliche Probleme haben, sollten Sie einen Sportmedizinischen Check durchführen lassen. Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie dann überlegen, welche Sportart für Sie sinnvoll ist und wie oft oder intensiv Sie trainieren sollten. Es lohnt sich auch, Hilfe von einem erfahrenen Trainer zu holen. Denn nur wer richtig trainiert, tut sich und seinem Körper etwas Gutes.

Stand: 19.02.2013

Vorlage: Ekkehard Brandhoff
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