Chronische Rückenschmerzen

Chronische Rückenschmerzen dauern zwölf Wochen und länger.

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Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Beschwerden zwölf Wochen und länger andauern. Experten schätzen, dass in Deutschland rund fünf bis acht Millionen Menschen chronische Rückenschmerzen haben. Auslöser sind häufig chronische Erkrankungen oder Fehlbelastungen.

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Zum anderen können akute Beschwerden chronifizieren, das bedeutet der Schmerz besteht fort, obwohl sein Auslöser bereits beseitigt wurde. Der Körper hat die Schmerzen „erlernt“, sie haben sich in sein Schmerzgedächtnis eingebrannt. An diesen Vorgängen sind Gehirn, Rückenmark und Psyche beteiligt.

Chronische Rückenschmerzen sollten von spezialisierten Ärzten behandelt werden. Qualifizierte Ansprechpartner finden Sie in sogenannten Schmerzzentren. Je länger die chronischen Rückenschmerzen bestehen, desto schwieriger ist oftmals die Therapie. Daher ist ein frühzeitige Behandlung wichtig.

In Frage kommen verschiedene Therapiemethoden. Neben klassischen Schmerzmitteln gibt es oft auch die Möglichkeit den Schmerz lokal auszuschalten, beispielsweise per Lokalanästhesie (ein Betäubungsmittel wird direkt an den Schmerzort gespritzt) oder Nervenblockade (das Betäubungsmittel wird in das Nervengeflecht gespritzt, um die Schmerzweiterleitung zu verhindern). Auch alternative Heilverfahren wie Akupunktur, Osteopathie, Tai Chi oder Autogenes Training können bei chronischen Schmerzen hilfreich sein. Zudem können mehr Bewegung im Alltag, eine Rückenschule und ein Muskeltraining für den Rücken helfen.

Vorlage: Dr. med. Felicitas Witte
Redaktion: Dr. med. Nina Buschek

Stand: 04.07.2016

Quellen:

  • Deutsche Schmerzliga (www.schmerzliga.de; Abruf: 07.10.2011)
  • Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie (www.stk-ev.de)
  • Niemier K. et al.: Funktionelle Schmerztherapie am Bewegungssystem. Springer Verlag. 1. Auflage 2009
  • Diener H.-C. et al.: Die Schmerztherapie. Interdisziplinäre Diagnose- und Behandlungsstrategien. Urban & Fischer Verlag. 3. Auflage 2008
  • Bundesärztekammer (BÄK) et al.: Nationale VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz (Stand: August 2011)