Das Einmaleins des gesunden Büros

Verspannungen oder Fehlhaltungen - die besten Tipps für ein gesundes Büro

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Es ist leider Fakt – die meisten von uns verbringen viele Stunden am Tag auf dem Bürostuhl am Schreibtisch. Tatsache ist auch, unser Körper ist dafür eigentlich nicht ausgerichtet. Verspannungen, Fehlhaltungen und Schmerzen sind oft das Resultat. Wenn Sie ein paar Sachen beachten, können Sie dem gut vorbeugen!

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Das 1x1 des perfekten Bürostuhls

  1. Individuell einstellbar (Sitzhöhe, Neigung, Tiefe der Sitzfläche, Rückenlehne, Armstützen)
  2. Sitzfläche: muldenartige Vertiefung, an Vorderkante abgerundet
  3. Rückenlehne: mindestens Schulterblatthöhe, wulstförmige Ausbuchtung im Lendenbereich, bewegt sich mit Sitzenden mit
  4. Armlehnen: reichen knapp unter Tischplatte, bilden beim Aufliegen der Unterarms rechten Winkel mit Oberarm
  5. Polsterung: nicht zu hart und nicht zu weich

Tipp: Es muss ja nicht immer ein Stuhl sein!

Für den Rücken ist vor allem gut, wenn er unterschiedlich belastet und bewegt wird. Darum gibt es inzwischen zahlreiche ergänzende Alternativen zum klassischen Bürostuhl. Darunter fällt zum Beispiel der Sitzball, der das dynamische Sitzen fördert und die Muskulatur der Rückens stärkt, weil dieser immer balancieren muss. Auch auf dem sogenannten „Kniehocker“ nimmt der Rücken automatisch die richtige Haltung ein – zu langes Hocken kann allerdings die Knie belasten. Der „Pendelstuhl“ bietet zum einen Sitzkomfort, zum anderen aber die Vorteile des Sitzballes, bei dem die Muskulatur gestärkt wird.

Das 1x1 des perfekten Arbeitstischs

  1. Tischhöhe: Unterarme sollten locker im rechten Winkel auf die Platte zu liegen kommen
  2. Beinfreiheit: Knie und Füßen Raum auch zum Ausstrecken bieten
  3. Arbeitsfläche: ausreichend Platz für Unterlagen, Geräte und freies Arbeiten, am besten 160x80 Zentimeter

Tipp: Das Stehpult

Für den Rücken ist es gut, die Position oft zu wechseln. Viel Abwechslung bringt zum Beispiel das Arbeiten an einem Stehpult - allerdings nicht als alleinige Lösung. Mittlerweile gibt es auch Tische, die sich hochfahren lassen, sodass man je nach Lust und Laune auch im Stehen daran arbeiten kann.

Das 1x1 der perfekten Computeraufstellung

  1. Entfernung Monitor: etwa 50 Zentimeter von den Augen entfernt
  2. Höhe Monitor: beim aufrechten Sitzen sollte der Blick leicht nach unten gerichtet sein um das obere Drittel des Bildschirms zu erfassen
  3. Tastatur: rund 15 Zentimeter von Tischkante entfernt, Neigungswinkel 15 Grad
  4. Maus: sollte von der Größe gut in Handfläche passen, eine Seite etwas höher, damit Handgelenk nicht flach auf dem Tisch zu liegen kommt
  5. Generell: so nah wie möglich am Körper arbeiten, sonst muss der Körper sehr viel Haltearbeit leisten

Tipp: So beugen Sie dem „Mausarm“ vor

Wer viel mit seiner Maus agiert, setzt sich der Gefahr aus, einen „Mausarm“ zu bekommen Das lässt sich vorbeugen: Wechseln sie öfter zwischen Tastatur und Maus. Benutzen Sie Tastenkombinationen. Nutzen Sie Pausen zum Dehnen und Massieren der beanspruchten Hand. Halten Sie die Maus locker. Vermeiden Sie zu häufiges Doppelklicken.

Vorlage: Martina Feichter
Redaktion:

Stand: 14.11.2016

 Quellen:

  • Stiftung Warentest: Das Rückenbuch. Selbstverlag 2004
  • Grillparzer M. & das medizinische Quartett: Unser Rückenbuch. Gräfe und Unzer Verlag. 2. Auflage 2008
  • Kempf H.-D.: Die neue Rückenschule: Das Praxisbuch. Springer Verlag. 1. Auflage 2009