Osteopathie gegen Rückenschmerzen

Osteopathen behandeln nur mit ihren Händen

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Osteopathie ist eine manuelle Therapiemethode und wird oft bei Rückenschmerzen eingesetzt. Die Therapeuten behandeln das Skelettsystem, also beispielsweise den Rücken, haben dabei aber stets den ganzen Menschen im Blick – Körper, Seele und Geist.

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Grundprinzipien

Die Lehre der Osteopathie beinhaltet folgende Prinzipien:

  • Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Seele und Geist. Sie sind miteinander verbunden. Durch den gesamten Körper strömt eine Lebensenergie.
  • Funktion und Struktur stehen in Wechselwirkung zueinander. So verändern Haltungsschäden mit der Zeit auch die Anatomie. Verletzungen und Narben führen zu Funktionseinschränkungen.
  • Der Körper hat Selbstheilungskräfte.
  • Eine intakte Durchblutung ist essenziell für die Funktion des Körpers und seiner Gewebe. Behandlungen regen die Durchblutung an
  • Im Mittelpunkt steht nicht die Krankheit, sondern der Mansch.

Blockadenbrecher

Die osteopathische Therapie setzt auf die Selbstheilungskräfte des Menschen. Manuelle Anwendungen sollen die Körperfunktionen unterstützen. Osteopathen verstehen sich als „Blockadenbrecher“: Sie spüren Bewegungseinschränkungen auf und beseitigen sie mit den Händen. Medikamente oder Instrumente kommen in der Osteopathie nicht zum Einsatz.

Nach der osteopathischen Theorie erfolgt die Heilung erfolgt durch die Behandlung, sondern durch Anstoßen der Selbstheilungskräfte. Krankheiten entstehen, wenn der natürliche Bewegungsfluss des Körpers (Herzschlag, Blutfluss, Nervenimpulse, Wellenbewegungen von Magen und Darm) gestört wird.

Wirkung umstritten

Ob Osteopathie tatsächlich gegen Rückenschmerzen hilft, wird kontrovers diskutiert. Einige Studien haben eine positive Wirkung belegt. Wo die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht mehr ausreichen, stößt die Osteopathie zweifellos an ihre Grenzen. Das ist zum Beispiel bei Knochenbrüchen, Infektionskrankheiten, Tumorleiden und seelische Erkrankungen der Fall. Bei Babys und Kleinkindern sollte Osteopathie nur mit größter Vorsicht angewendet werden.

Vorlage: Martina Feichter
Redaktion: Dr. med. Nina Buschek

Stand: 13.06.2013