Rückenschmerzen wegmassieren
Massagen sind eine verbreitete Therapiemethode bei akuten oder chronischen Rückenschmerzen. Warum die Knetkur vielen Schmerzgeplagten Linderung verschafft, ist nicht eindeutig bewiesen. Diskutiert werden neben dem Entspannungseffekt auch die Freisetzung körpereigener Glückshormone.
Streichen bis Schlagen
Massagen sind Bestandteil der Physiotherapie. Es gibt viele verschiedene Massagetechniken. Bei Rückenschmerzen wird meistens die klassische Massage eingesetzt.
Ausgebildete Masseure rücken schmerzhaften Verspannungen mit Streichen, Schlagen, Kneten, Klopfen oder Vibrieren zu Leibe. Sie bearbeiten Muskeln und Bindegewebe des Patienten. Die richtige Kombination von Handgriffen löst Verspannungen, baut Verklebungen im Gewebe ab, fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an und entspannt das Nervensystem.
Linderung chronischer Schmerzen
Bei Rückenschmerzen bearbeitet der Therapeut in erster Line die schmerzhafte Körperrückseite. Aber auch Massagen anderer Körperregionen können einen positiven Effekt auf Rückenschmerzen haben.
Dass die Massage bei unspezifischen, chronischen Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich hilft, ist wissenschaftlich belegt. Allerdings gibt es verschiedene Ansichten, wie oft und wie lange ein Schmerzpatient durchgeknetet werden sollte. Ebenso unklar ist, welchen Einfluss die Erwartungshaltung des Patienten auf den Therapieerfolg hat oder welche Massageform die Begleitsymptome wie Muskelverkrampfungen oder Schlafstörungen am besten bekämpft.
Wann sind Massagen ungeeignet?
Eine medizinische Massage ist keine Streicheleinheit. Unangenehme Gefühle gehören dazu. Trotzdem sollten Sie ihrem Masseur sofort sagen, wenn Ihnen ein Handgriff weh tut. Eventuell kann er seine Technik entsprechend anpassen.
Für manche Menschen sind Massagen gänzlich ungeeignet. Bei Fieber oder entzündlichen Erkrankungen, einer Thrombose, Hautinfektionen, Krebs, Osteoporose oder instabilen Knochenbrüchen sollten Sie ganz auf die Knetkur verzichten. Dasselbe gilt für Menschen, die blutgerinnende Medikamente einnehmen oder unter einer Blutgerinnungsstörung leiden.
Vorlage: Martina Feichter und Prof. Dr. med Annette Becker, Fachärztin für Allgemeinmedizin
Redaktion: Dr. med. Nina Buschek
