Allergie

Allergiker reagieren auf eigentlich harmlose Fremdstoffe

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Wenn das Immunsystem nicht nur Krankheitserreger, sondern auch eigentlich harmlose Fremdkörper wie Nahrungsmittelbestandteile oder Hausstaub bekämpft, spricht man von einer Allergie. In den westlichen Industrienationen kommen Allergien sehr häufig vor.

Experten nehmen an, dass besonders hygienische Lebensumstände ihre Entwicklung begünstigen. Ob der Körper allergisch reagiert, liegt aber manchmal auch in den Genen. In einer Familie mit Allergikern tritt das Leiden öfter auf als bei Nichtallergikern.

Woran erkenne ich eine Allergie?

Die häufigsten Allergie-Typen sind die Soforttyp-Allergie und die Spättyp- oder Kontaktallergie. Bei einer Soforttyp-Allergie reagiert der Körper direkt nach dem Kontakt mit dem Allergie auslösenden Stoff (Allergen). Typische Anzeichen sind:

  • Juckreiz
  • Tränende Augen
  • Schnupfen und Niesen
  • Hautrötung und Hautausschlag
  • Anschwellen der Schleimhäute
  • Verengung der Atemwege
  • Wassereinlagerung
  • Blutdruckabfall

Vor allem Pollen, Nahrungs- oder Arzneimittel, Hausstaubmilben, Haustiere, Insekten oder Schimmelpilze sind für die Soforttyp-Allergie verantwortlich.

Bei der Spättyp- oder Kontaktallergie verzögert sich die Reaktion nach dem Allergenkontakt um ein bis drei Tage. Es kommt zu örtlich begrenzten, geröteten oder nässenden Hautausschlägen. Meist sind Chemikalien (Latex, Chlor, Reinigungsmittel) oder Metalle der Auslöser.

Wodurch werden Allergien ausgelöst?

Um eine Allergie auszulösen, muss das Immunsystem mindestens einmal Kontakt mit der allergievermittelnden Substanz gehabt haben. Dabei erkennt das Immunsystem den eigentlich harmlosen Stoff als fremd an und startet ein Abwehrprogramm, das die verschiedenen Symptome auslöst. Bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen treten immer die gleichen Beschwerden auf. Die allergische Reaktion auf eine bestimmte Substanz kann mit der Zeit immer stärker ausfallen.

Was kann ich gegen Allergien tun?

Generell sollten Allergiker versuchen, den allergieauslösenden Stoff zu meiden oder sich davor zu schützen. Bei einer Hausstaubmilbenallergie hilft es zum Beispiel darauf zu achten, keine Teppiche, wenig Polster und spezielles Bettzeug zu verwenden. Luftfilter für das Auto können Pollenallergikern das Leben erleichtern. Verschiedene Medikamente können die allergische Reaktion abschwächen oder unterdrücken. Bei der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) gewöhnt man das Immunsystem langsam an das Allergen und macht es so unempfindlich.

Stand: 13.01.2014
Autor: Kathrin Rotfischer

Vorlage: Dr. med. Silke Stachowitz, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Quelle:

  • Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (www.daab.de; Abruf: 13.06.2012)