Diabetes

Diabetes mellitus gehört zu den großen Volkskrankheiten.

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Diabetes mellitus gehört zu den großen Volkskrankheiten. Weltweit sind laut der Weltgesundheitsorgansation WHO 346 Millionen Menschen betroffen. Bei der Zuckerkrankheit funktioniert der Abbau des Blutzuckers nicht richtig. Während Diabetes Typ 2-Patienten durch eine Veränderung des Lebensstils genesen können, ist Diabetes Typ 1 nicht heilbar. Bei manchen Schwangeren tritt ein Schwangerschaftsdiabetes auf.

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Woran erkenne ich Diabetes?

Diabetes Typ 1 tritt bereits in frühen Lebensjahren auf. Die Symptome wie großer Durst, häufiges Wasserlassen, ungewollter Gewichtsverlust, Schwächegefühl und Leistungsminderung können sich hier innerhalb weniger Wochen entwickeln.

Bei Diabetes Typ 2-Patienten erscheinen die ersten Anzeichen oft schleichend: Vermehrter Durst, schlechtes Allgemeinbefinden, Juckreiz und Müdigkeit. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, heilen Wunden schlecht, die Sehfähigkeit nimmt ab und Brustschmerzen können bereits auf Komplikationen wie eine Koronare Herzerkrankung hindeuten.

Schwangerschaftsdiabetes zeigt meist wenig Symptome, es wird während der normalen Schwangerschaftsuntersuchungen erkannt.

Wodurch wird Diabetes ausgelöst?

Bei Diabetes Typ 1 Patienten greift das Immunsystem die Zellen in der Bauchspeicheldrüse an, die Insulin produzieren. Warum das so ist, weiß man nicht genau. Es spricht allerdings viel für ein Zusammenspiel bestimmter Gene mit Umwelteinflüssen, wie zum Beispiel Entzündungen mit bestimmten Viren. Diabetes Typ 1 ist nicht heilbar, Erkrankte sind lebenslang auf künstlich zugeführtes Insulin angewiesen.

Bei Diabetes Typ 2 sprechen die Zellen nicht mehr so gut auf das körpereigene Insulin an. Zum Teil schüttet der Körper nach Mahlzeiten auch keine ausreichenden Mengen des Hormons aus. Diabetes Typ 2 steht oft in Zusammenhang mit Übergewicht.

Schwangerschaftsdiabetes tritt während der Schwangerschaft auf und verschwindet nach der Geburt dann meistens wieder. Ausgelöst wird es durch Schwankungen der Hormone wie Insulin.

Was kann ich gegen Diabetes tun?

Grundsätzlich gilt: ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, nicht Rauchen – damit sind die wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 ausgeschlossen. Wer in seiner Familie schon Fälle von Diabetes hatte, sollte außerdem regelmäßig prüfen lassen, wie es um seinen eigenen Blutzucker bestellt ist. Bei Diabetes Typ 1 kommt es darauf an, dass der Blutzucker gut eingestellt wird. So lassen sich mögliche Folgeerkrankungen, zum Beispiel an Herz und Niere, möglichst lange vermeiden. Beim Schwangerschaftsdiabetes hilft meistens eine Ernährungsumstellung. Ist das nicht der Fall, wird mit Insulin behandelt.

Vorlage: Dr. med. Beate Eigler, Fachärztin für Innere Medizin
Redaktion:

Stand: 03.02.2016

Quellen:

  • Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG): Aktuelle Evidenzbasierte Leitlinien (www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de)
  • Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) (www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de)
  • Online-Informationen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) (www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de)
  • Baenkler H.-W. et al.: Innere Medizin. Thieme Verlag. 2. Auflage 2009