Fußpilz

Fußpilz lauert oft in Schwimmbädern

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Bei Fußpilz (Tinea pedis) handelt es sich um eine Ansteckung mit Hautpilzen am Fuß. Vor allem das feuchte Klima zwischen den Zehen lässt den Hautpilz gut gedeihen. In Mitteleuropa ist Fußpilz sehr häufig.

Nach Schätzungen leidet jeder zehnte Deutsche an Fußpilz - Männer sind öfter betroffen als Frauen.

Woran erkenne ich Fußpilz?

Fußpilz macht sich meist durch ein Jucken zwischen den Zehen bemerkbar. Hinzukommen zum Teil leichte Rötungen, verstärkte Schuppung der Fußsohlen, bis hin zu kleinen Bläschen. Fußpilz muss sich aber nicht auf die Füße beschränken: auch in Leisten, Achseln oder Hautfalten – also Regionen mit erhöhter Hautfeuchtigkeit - kann sich der Pilz ausbreiten.

Wodurch wird Fußpilz ausgelöst?

In neun von zehn Fällen ist der Hautpilz Trichophyton rubrum für den Fußpilz verantwortlich. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch. Das bedeutet, jeder infizierte Barfußgeher verliert pilzverseuchte Hautschuppen. Diese Schuppen können andere nackte Füße aufnehmen und ebenfalls Fußpilz bekommen. Anstecken kann man sich vor allem an folgenden Orten: Sporthallen, Sportplätzen, Schwimmbäder, aber auch Hotelzimmer mit Teppichboden.

Was kann ich gegen Fußpilz tun?

Fußpilz lässt sich leicht mit speziellen pilztötenden Medikamenten behandeln. Diese werden äußerlich als Cremes oder Sprays aufgetragen. In besonders schweren Fällen ist manchmal eine zusätzliche Behandlung mit Tabletten nötig. Die Zehen und Zehenzwischenräume sollten Sie möglichst trocken halten. Das heißt zum einen, die Füße nach dem Waschen gut abzutrocknen. Aber auch, nicht zu enge Schuhe zu tragen, die luftdurchlässig sind. Zusätzlich kann man Socken und Strümpfe möglichst heiß waschen (idealerweise mit Kochwäsche). Das Gleiche gilt für Badematten und Handtücher.

Schuhe lassen sich mit pilzwirksamen Mitteln desinfizieren. So wird eine erneute Infektion erfolgreich verhindert. Gut abgetrocknete Füße und gutes Schuhwerk, am besten keine Kunststoffschuhe, helfen auch präventiv. Genauso sollte man in öffentlichen Wasch- und Umkleideräumen Bade- oder Hausschuhe tragen.

Vorlage: Prof. Dr. med. Hans Wolff, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Redaktion:

Stand: 31.01.2013

Quellen:

  • Leitlinie der Dt. Dermatologischen Ges. (DDG) et al.: Tinea der freien Haut (Stand: Oktober 2008) 
  • Plettenberg A.: Dermatologische Infektiologie. Thieme Verlag. 2 Auflage 2004 
  • Hahn H. et al.: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Springer Verlag. 6. Auflage 2008 
  • Abeck D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer Verlag. 1. Auflage 2010