Gürtelrose

Gürtelrose ist sehr schmerzhaft

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Die Gürtelrose (Herpes zoster) ist ein schmerzhafter Hautausschlag. Sie wird durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht, das zur Gruppe der Herpesviren zählt. Sie sind sehr ansteckend. Generell kann jeder daran erkranken, auch ein Kind. Aber vor allem ältere Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind von einer Gürtelrose betroffen.

Woran erkenne ich eine Gürtelrose?

Typisch für eine Gürtelrose sind starke Schmerzen, die im Rumpfbereich auftreten und von der Wirbelsäule in Richtung Brustbein ziehen. Nach zwei oder drei Tagen bilden sich kleine Hautblasen, ähnlich wie Windpocken. Bei einer Gürtelrose auf bestimmte Hautareale begrenzt. Nach zwei bis sieben Tagen platzen die Blasen auf. An diesen Stellen bildet sich Schorf, der nach zwei bis drei Wochen abfällt. Manchmal kommt es auch zu Fieber und geschwollenen Lymphknoten.

Mitunter treten Wochen oder Monate nach dem Abheilen an den betroffenen Hautstellen erneut Schmerzen auf. Besonders ältere Gürtelrosenpatienten leiden oft noch Monate oder Jahre daran.

Wodurch wird eine Gürtelrose ausgelöst?

Ursache der Gürtelrose ist das Varizella-Zoster-Virus, das zu den Herpes-Viren gehört. Die erste Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus führt zu Windpocken. Nach der Infektion bleiben die Viren in bestimmten Bereichen des Nervensystems in einem inaktiven Zustand zurück. Kommt es zu einer wiederholten Aktivierung, wandert das Virus entlang der Nervenbahnen wieder in die Haut und verursacht dort die Gürtelrose.

Was kann ich gegen eine Gürtelrose tun?

Vermeiden Sie den Kontakt zu Menschen, die an Windpocken oder Gürtelrose erkrankt sind. Bei Verdacht auf Gürtelrose sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Bestimmte Medikamente (Virustatika) hemmen die Vermehrung der Viren. Je früher das passiert, desto geringer ist das Risiko für später auftretende Nervenschäden. Gegen die Schmerzen, die mit einer Gürtelrose einhergehen, helfen schmerzstillende Mittel. Es ist auch ratsam, sich während der Krankheit körperlich zu schonen. Das beschleunigt den Genesungsprozess.

Stand: 19.11.2013
Autor:

Vorlage: Prof. Dr. med. Hans Wolff, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Quellen:

  • Robert-Koch-Institut (RKI) (www.rki.de; Abruf: 01.06.2012)
  • Baenkler H.W. et al.: Innere Medizin. Thieme Verlag. 2. Auflage 2009
  • Herold G. et al.: Innere Medizin. Selbstverlag. 2012