Ohrenentzündung

Schmerzen im Ohr deuten auf eine Ohrentzündung hin

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Bei einer Ohrenentzündung (Otitis externa) ist die Haut des äußeren Gehörgangs entzündet. Die Entzündung ist entweder auf einen kleinen Bereich begrenzt, oder sie erstreckt sich über den gesamten Gehörgang. Bei Verdacht sollte ein Arzt aufgesucht werden, damit rechtzeitig behandelnde Schritte eingeleitet werden können und sich kein Abszess bildet. Bei richtiger Behandlung heilt die Erkrankung innerhalb weniger Tage ab.

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Woran erkenne ich eine Ohrenentzündung?

Typisch für eine Ohrenentzündung sind Juckreiz, Rötung, starke Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr oder Schmerz bei Druck auf die knorplige Erhebung am äußeren Ohr. Eventuell hören Patienten auch schlechter. Eine örtlich begrenzte Ohrentzündung kann wie ein Furunkel aussehen. Hier kommt es zum Teil zu starken Schmerzen beim Sprechen und Kauen. Der äußere Gehörgang kann örtlich geschwollen, der Zug am Ohrläppchen schmerzhaft sein.

Wodurch wir eine Ohrenentzündung ausgelöst?

Der Gehörgang reinigt sich eigentlich selbst und transportiert den Schmutz mithilfe des Ohrenschmalzes Richtung Ausgang. Besteht ein Mangel an Ohrenschmalz, ist die Haut anfällig für Entzündungen. Dann können sich Viren, Pilze und Bakterien ansiedeln. Vor allem erhöhte Feuchtigkeit, zum Beispiel nach dem Schwimmen oder dem Duschen, kann eine Entzündung fördern. Aber auch Allergien, etwa gegen Seifen, Haarsprays oder Kosmetika sind mögliche Auslöser. Verletzungen, zum Beispiel durch Wattestäbchen sind ebenfalls Auslöser für Entzündungen im Ohr. Vor allem Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Ohrenentzündungen.

Was kann gegen eine Ohrenentzündung tun?

Für die Behandlung werden meist abschwellende und schmerzstillende Medikamente eingesetzt und eine gründliche Reinigung und Desinfektion des Gehörgangs vorgenommen. Ja nach Ursache werden Antibiotika oder Mittel gegen Pilze eingesetzt. Wichtig ist, dass man nach einer Ohrenentzündung erst nach drei Wochen das Ohr wieder mit Wasser in Kontakt kommen lässt. Es empfiehlt sich beim Duschen oder Baden eine Badehaube zu tragen. Damit der natürliche Reinigungsvorgang im Ohr stattfinden kann, lieber keine Wattestäbchen verwenden.

Vorlage: Dr. med. Joachim A. Weisemann, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Redaktion:

Stand: 23.12.2015

Quellen:

  • Leitlinien der Dt. Ges. f. Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): Ohrenschmerzen (Stand: Oktober 2009)
  • Franzen A.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Urban & Fischer Verlag. 3. Auflage 2007