Scharlach

Vor allem Kinder im Vorschul- oder Schulalter sind von Scharlach betroffen

© barneyboogles / Fotolia

Scharlach ist eine Infektionskrankheit. Sie wird durch Bakterien ausgelöst. Vor allem Kinder im Vorschul- oder Schulalter sind betroffen. Aber auch Erwachsene können an Scharlach erkranken. Besonders in der kaltfeuchten Jahreszeit zwischen Oktober und März kommt es zu einem gehäuften Auftreten von Scharlach-Infektionen. An Orten, wo viele Personen aufeinandertreffen (z. B. Kindergarten oder Schule) kann es dann zu regelrechten Krankheitsepidemien kommen.

Woran erkenne ich Scharlach?

Frühe Anzeichen einer Scharlach-Infektion:

  • Kopf- und Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, schnell steigendes Fieber
  • Bauchschmerzen, Erbrechen
  • Mandelentzündung
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Weiß belegte Zunge, die sich am dritten oder vierten Tag himbeerrot färbt

Typische Anzeichen einer Scharlach-Infektion:

Zwei bis drei Tage nach den ersten Symptomen kommt es zu einem Hautausschlag, der in den Achseln, am Brustkorb und im Bereich der Leisten beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreitet. Der Ausschlag verschwindet nach drei bis fünf Tagen. Die weiß belegte Zunge verfärbt sich am dritten oder vierten Tag himbeerrot. Ein bis drei Wochen später schuppt sich die Haut, besonders an Händen und Füßen. Die Hautschuppung kann bis zu acht Wochen anhalten.

Wodurch wird Scharlach ausgelöst?

Scharlach wird durch kugelige Bakterien verursacht (Streptokokken). Sie befinden sich im Speichel oder im Nasensekret und werden durch Niesen, Husten und Sprechen übertragen. Nur selten findet eine Infektion durch verunreinigte Gegenstände statt. Bis die Krankheit ausbricht, vergehen zirka zwei bis vier Tage. Infizierte können andere Menschen noch drei bis vier Wochen nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, anstecken.

Was kann ich gegen Scharlach tun?

Bestand Kontakt zu Scharlach-Kranken, kann eine vorsorgliche Penicillin-Behandlung eine Infektion verhindern. Ist die Krankheit bereits ausgebrochen, ist die Einnahme von Antibiotika ratsam. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Infizierten nicht mehr ansteckend sind. Die antibiotische Therapie kann auch Spätfolgen wie etwa eine rheumatische Karditis (entzündliche Folgeerkrankung am Herzen) verhindern. Vermeiden Sie soweit es geht den Kontakt zu Infizierten. Auch häufiges Händewaschen verringert das Risiko einer Ansteckung.

Vorlage: Dr. med. Beate Eigler, Fachärztin für Innere Medizin
Redaktion: Kathrin Rothfischer

Stand: 22.08.2012

Quellen:

  • Robert Koch-Institut (www.rki.de)
  • Leitlinien der Dt. Dermatologischen Ges. (DDG), Arbeitsgemeinschaft f. Dermatologische Infektiologie (ADI): Staphylokokkeninfektionen der Haut und Schleimhäute (Stand: März 2004)
  • Muntau A.C.: Intensivkurs Pädiatrie. Urban & Fischer Verlag. 5. Auflage 2009