Beloc-Zok®

Was ist Beloc-Zok®?

Beloc-Zok® ist ein sogenannter Beta-Blocker, ein Medikament gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck. Es sorgt dafür, dass das Herz langsamer und weniger kraftvoll schlägt, wodurch der Blutdruck sinkt. Beloc-Zok® ist in verschiedenen Dosierungen erhältlich.

Wirkstoff: Metoprolol
Pharmafirma: AstraZeneca GmbH
PZN:  6648825 u.a.
Abgabe: rezeptpflichtig

Wann wird Beloc-Zok® angewendet?

Erwachsene können Beloc-Zok® mite 47,5 mg, Beloc-Zok® 95 mg und Beloc-Zok® forte 190 mg anwenden bei:

  • Herzenge (Angina pectoris)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Symptomkomplex aus Herz-Kreislaufbeschwerden wie Herzrasen, starker Blutdruckanstieg (hyperkinetisches Herzsyndrom)
  • Herzrhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag
  • Als Langzeitbehandlung nach Herzinfarkt
  • Als Migräne-Vorbeugung
  • Als Zusatzbehandlung bei stabiler chronischer leichter bis mittlerer Herzschwäche mit eingeschränkter Kontraktionsfähigkeit der Herzkammern

Für das letzte Anwendungsgebiet steht Erwachsenen auch Beloc-Zok® Herz 23,75 mg zur Verfügung.

Bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen kann Beloc-Zok® in allen Dosisstärken zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet werden.

Wann darf Beloc-Zok® nicht angewendet werden?

  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen Beta-Blockern, verwandte Abkömmlinge oder einem anderen Inhaltsstoff
  • Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (wie AV-Block, Sick-Sinus-Syndrom, SA-Blockierung)
  • Bei Schock
  • Bei sehr langsamem Herzschlag (Bradykardie) vor Behandlungsbeginn
  • Bei niedrigem Blutdruck
  • Bei übersäuertem Blut (Azidose)
  • Bei Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
  • Bei erhöhter Neigung zu Verkrampfungen der Atemwegsmuskulatur
  • Bei Einnahme bestimmter Antidepressiva (MAO-Hemmer, außer MAO-B-Hemmer)
  • In bestimmten Fällen von chronischer Herzschwäche (z.B. verlangsamter Herzschlag vor Behandlungsbeginn, wiederholt niedriger Blutdruck)

Was muss bei der Anwendung von Beloc-Zok® beachtet werden?

Bei Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) muss eine Behandlung mit Beloc-Zok® sehr sorgfältig überlegt werden. Das gilt auch, wenn die Erkrankung nur bei Familienangehörigen auftritt.

Nach akutem Herzinfarkt darf Beloc-Zok® erst verabreicht werden, wenn die Blutversorgung durch das Herz wieder sicher gestellt ist.

Dopingtests fallen unter der Therapie mit Beloc-Zok® positiv aus.

Vor Operationen muss der Narkosearzt informiert werden, wenn der Patient Beloc-Zok® einnimmt.

Beloc-Zok® darf nur sehr vorsichtig angewendet werden bei Diabetes, stark eingeschränkter Leberfunktion oder einem Tumor in den Nebennieren (Phäochromozytom). Zudem gibt es noch kaum Therapieerfahrungen bei Herzschwäche mit bestimmten Begleitfaktoren (wie Nieren- oder Leberschwäche).

Nebenwirkungen können die Verkehrstüchtigkeit sowie die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen mindern. Besonders zu Beginn der Behandlung und bei Alkoholkonsum ist Vorsicht geboten.

Schwangere dürfen das Medikament nur, wenn unbedingt erforderlich, anwenden. Stillkinder, deren Mütter Beloc-Zok® einnehmen, sollten sorgfältig vom Arzt überwacht werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Sehr häufige bzw. häufige Nebenwirkungen sind:

Müdigkeit, verstärkte Blutdrucksenkung, sehr langsamer Herzschlag, Herzklopfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Kältegefühl in Armen/Beinen, Atemnot bei Risikopatienten (z.B. Asthma-Patienten)

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Beloc-Zok® kann mit sehr vielen Medikamenten wechselwirken. Beispiele sind:

Mittel gegen Diabetes, Antihistaminika (z.B. Allergie), verschiedene Herz-Kreislauf-Medikamente (z.B. Prazosin, Hydralazin, Reserpin und andere Blutdrucksenker, Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Kalzium-Antagonisten, Herzglykoside), Lidocain (örtliches Betäubungsmittel), Narkosemittel, Rifampicin (Antibiotikum), Indometacin (Entzündungshemmer) und Magensäurehemmer (H2-Rezeptor-Blocker).

Generelle Vorsicht geboten ist auch bei der Kombination mit Medikamenten gegen Depressionen (Antidepressiva). Wer Antidepressiva vom Typ MAO-Hemmer (Ausnahme: MAO-B-Hemmer) erhält, darf Beloc-Zok® nicht einnehmen.

Die Asthma-Behandlung mit Beta-2-Sympathomimetika muss eventuell angepasst werden, wenn der Patient mit der Einnahme von Beloc-Zok® beginnt.

Alkohol kann den Blutspiegel von Beloc-Zok® erhöhen.

Stand: 21.08.2013