Dekristol® 20.000 I.E.

Was ist Dekristol® 20.000 I.E.?

Dekristol® 20.000 I.E. Weichkapseln enthalten Vitamin D3 (Colecalciferol), das eine wichtige Funktion im Kalziumstoffwechsel übernimmt. Einerseits fördert es die Kalziumaufnahme in den Körper und damit die Festigkeit von Knochen, in die der Mineralstoff eingebaut wird. Andererseits bewirkt Vitamin D bei Bedarf die Freisetzung von Kalzium aus den Knochen, wenn es an anderen Orten für Nerven- oder Muskelarbeit benötigt wird.

Wirkstoff: Colecalciferol
Pharmafirma: mibe GmbH Arzneimittel
PZN: 4007393
Abgabe: rezeptpflichtig

Wann wird Dekristol® 20.000 I.E. angewendet?

Die Weichkapseln können einmalig verordnet werden:

  • Zur Anfangsbehandlung einer Vitamin-D-Mangelerkrankung

Wann darf Dekristol® 20.000 I.E. nicht angewendet werden?

  • Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Erdnuss, Soja oder einen weiteren Inhaltsstoff des Arzneimittels
  • Bei erhöhtem Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalziämie) oder einer erhöhten Kalzium-Ausscheidung mit dem Urin (Hyperkalziurie) 
  • Wenn Körperzellen nicht auf Parathormon (Hormon der Nebenschilddrüse) ansprechen, was die gleichen Symptome wie eine Nebenschilddrüsenunterfunktion auslöst
  • Bei Säuglingen und Kleinkindern

Was muss bei der Anwendung beachtet werden?

Die Überdosierung von Vitamin D in der Schwangerschaft kann beim Ungeborenen schwere Schäden verursachen. Das Arzneimittel darf daher Schwangeren nur bei zwingender Notwendigkeit und in der niedrigst möglichen Dosis verabreicht werden.

Die Anwendung in der Stillzeit ist prinzipiell möglich, sollte aber vom Arzt entschieden werden.

Wird das Vitaminpräparat über längere Zeit angewendet, sollten die Kalziumwerte in Blut und Urin sowie der Kreatininwert im Blut (als Parameter für die Nierenfunktion) regelmäßig kontrolliert werden. Das ist besonders wichtig bei älteren Patienten und bei gleichzeitiger Gabe bestimmter Arzneimittel (Herzglykoside, Entwässerungsmittel).

Die Anwendung des Arzneimittels bei Nierenschwäche sollte besonders vorsichtig und unter ärztlicher Überwachung erfolgen. Das gilt ebenso bei gestörter Kalzium- und Phosphatausscheidung über die Nieren, Sarkoidose, gleichzeitiger Gabe bestimmter Entwässerungsmittel (Benzothiadiazin-Derivate) sowie bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit (z.B. bei Gipsbein, Bettlägerigkeit).

Patienten, die zur Bildung von kalziumhaltigen Nierensteinen neigen, wird das Arzneimittel nicht empfohlen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nebenwirkungen sind möglich bei einer Überdosierung des Arzneimittels. Es kommt dann zu einem schweren und lang anhaltenden Kalzium-Überschuss im Körper, der akute und chronische Folgen haben kann:

  • Akute Folgen: Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Erbrechen, psychische Symptome, Bewusstseinsstörungen
  • Chronische Folgen: gesteigerter Harndrang, verstärkter Durst, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nierensteine, Nierenverkalkung, Verkalkung in Geweben außerhalb der Knochen

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Bei gleichzeitiger Anwendung des Vitaminpräparates und Entwässerungsmitteln aus der Gruppe der Thiazid-Diuretika kann der Kalziumspiegel im Blut übermäßig ansteigen.

Phenytoin (Epilepsie), Barbiturate (Schlaf- und Beruhigungsmittel) sowie Kortison können die Wirkung des Vitaminpräparates einschränken.

Werden zusätzlich Herzglykoside (zur Behandlung von Herzerkrankungen) gegeben, steigt das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

Der Arzt wird die Dosierung von Dekristol® 20.000 I.E. verringern, wenn noch andere Vitamin D-haltige Präparate angewendet werden. Zudem muss der Patient ärztlich überwacht werden (inkl. Kontrolle der Kalziumwerte in Blut und Urin). Das Gleiche gilt, wenn Dekristol® 20.000 I.E. zusammen mit Kalziumpräparaten gegeben wird.

Stand: 21.08.2013
Autor: Dr. Nina Buschek