Dexa-Gentamicin® Augentropfen

Was sind Dexa-Gentamicin® Augentropfen?

Dexa-Gentamicin® Augentropfen ist ein Kombinationspräparat aus den beiden Wirkstoffen Gentamicin und Dexamethason. Das Antibiotikum Gentamicin hemmt die Vermehrung von Bakterien, während Dexamethason Entzündungen lindert. Gemeinsam können die beiden Wirkstoffe bakterielle Augenentzündungen bekämpfen.

Wirkstoffe: Gentamicin + Dexamethason
Pharmafirma: Ursapharm
PZN: 3083245
Abgabe: rezeptpflichtig

Wann werden Dexa-Gentamicin® Augentropfen angewendet?

Dexa-Gentamicin® Augentropfen werden angewendet bei:

Das Medikament ist nur gegen Bakterien wirksam, die empfindlich auf Gentamicin reagieren.

Wann dürfen Dexa-Gentamicin® Augentropfen nicht angewendet werden?

  • bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe
  • bei Verletzungen, Geschwüren oder Herpesinfektion an der Hornhaut
  • bei erhöhtem Augeninnendruck (Eng- und Weitwinkelglaukom)
  • bei Pilzinfektionen des Auges
  • bei Augentuberkulose
  • bei ausschließlich bakteriellen Augenerkrankungen

Was muss bei der Anwendung beachtet werden?

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese vor der Anwendung von Dexa-Gentamicin® Augentropfen herausnehmen und frühestens nach einer Viertelstunde wieder einsetzen.

Schwangere sollten Dexa-Gentamicin® Augentropfen nicht anwenden, besonders nicht in den ersten drei Monaten.

Dexamethason geht in die Muttermilch über, jedoch ist über Schäden bei gestillten Kindern nichts bekannt.

Augentropfen enthalten den desinfizierenden Wirkstoff Benzalkoniumchlorid. Er kann Irritationen am Auge verursachen. Bei weichen Kontaktlinsen kann er zudem Verfärbungen verursachen.

Zur Anwendung von Dexa-Gentamicin® Augentropfen bei Kindern existieren keine Erfahrungswerte.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Sehr seltene Nebenwirkungen von Dexa-Gentamicin® Augentropfen sind:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. allergische Reaktionen (mit Juckreiz, anschwellen des Augenlides usw.)
  • Vorübergehendes leichtes Augenbrennen

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Der Augeninnendruck kann ansteigen, wenn Sie neben Dexa-Gentamicin® Augentropfen auch noch sogenannte Anticholinergika anwenden. Das sind Wirkstoffe, welche die glatte Muskulatur entspannen und die Abgabe von Sekreten hemmen. Sie werden unter anderem bei Asthma, Inkontinenz und Parkinson eingesetzt.

Gentamicin sollte möglichst nicht in Kombination mit bestimmten Antibiotika (Amphotericin B, Sulfadiazin, Cephalotin, Cloxacillin) oder dem Gerinnungshemmer Heparin angewendet werden.

Wenn Sie mehrere verschiedene Medikamente am Auge anwenden, sollten Sie dazwischen jeweils einen zeitlichen Abstand von mindestens 15 Minuten einhalten.

Stand: 21.08.2013