Ibuflam® 400/-600/-800 mg Lichtenstein Filmtabletten

Was ist Ibuflam®?

Ibuflam® zählt zu den nicht-steroidalen Entzündungshemmern/Schmerzmitteln (NSAID). Der Wirkstoff Ibuprofen hemmt die Bildung von Botenstoffen, die an Schmerzweiterleitung und Entzündungsprozessen beteiligt sind (Prostaglandine). Das lindert entzündlich bedingte Schmerzen, Schwellungen und Fieber.

Wirkstoff: Ibuprofen
Pharmafirma: Winthrop Arzneimittel GmbH
PZN: 5499079 u.a.
Abgabe: Apothekenpflichtig

Wann wird Ibuflam® angewendet?

Ibuflam® wird angewendet bei Schmerzen und Entzündungen, verursacht durch:

  • Akute und chronische Gelenksentzündungen (Arthritis, Rheumatoide Arthritis, Gichtanfall)
  • Morbus Bechterew und andere entzündlich-rheumatische Wirbelsäulenerkrankungen
  • Reizzustände bei Gelenkabnutzung (Arthrose, Spondylarthrose)
  • Entzündliches Weichteil-Rheuma
  • Verletzungen mit Entzündungen und schmerzhaften Schwellungen

Die Dosierung Ibuflam® 400 mg Lichtenstein kann zudem allgemein bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber angewendet werden.

Wann darf Ibuflam® nicht angewendet werden?

  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber Ibuprofen oder einem anderen Inhaltsstoff
  • Bei Überempfindlichkeitsreaktionen nach Einnahme von anderen NSAID wie Acetylsalicylsäure (z.B. Asthma, Schnupfen, Nesselsucht)
  • Bei ungeklärten Blutbildungsstörungen
  • Bei mindestens 2 Magen-Darm-Blutungen oder –Geschwüren in der Vergangenheit
  • Bei Magen-Darm-Blutung oder –Durchbruch, verursacht durch NSAID
  • Bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen
  • Bei schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung
  • Bei schwerer Herzschwäche
  • Im letzten Schwangerschaftsdrittel
  • Bei Minderjährigen unter 15 Jahren (Ibuflam® 400/-600 mg) bzw. unter 18 Jahren (Ibuflam® 800 mg)

Was muss bei der Anwendung beachtet werden?

Besondere Vorsicht und ärztliche Überwachung wird empfohlen bei:

Magen-Darm-Störungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion, Bluthochdruck, Allergien, Asthma, Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfekten, chronisch verengten Atemwegen (z.B. COPD), Gerinnungsstörungen, größerem Blut- bzw. Flüssigkeitsmangel, höherem Alter sowie direkt nach größeren Operationen.

Sehr sorgfältig abzuwägen ist die Anwendung von Ibuflam® bei: 

Unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzschwäche, koronarer Herzkrankheit (KKH), Durchblutungsstörungen (z.B. in Herz, Gehirn), angeborener Störung des Porphyrinstoffwechsels (z.B. Porphyrie), Systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenosen (Autoimmunerkrankungen);

In den ersten sechs Schwangerschaftsmonaten darf Ibuflam® nur auf Anordnung des Arztes eingenommen werden. In der Stillzeit ist eine kurzzeitige Anwendung möglich, bei längerer Anwendung sollte vorher abgestillt werden.
Ibuflam® kann die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Die längerfristige Anwendung von Ibuprofen kann Kopfschmerzen und Nierenschäden verursachen, besonders bei Kombination mehrerer Schmerzmittel. Die langfristige und hochdosierte Einnahme von Ibuprofen erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Vorsicht daher bei bereits bestehenden Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei den ersten Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hautausschlag, Schleimhautschäden) ist das Medikament abzusetzen. Das Gleiche gilt bei Auftreten von Magen-Darm-Blutungen oder –Geschwüren.

Das Arzneimittel kann die Fähigkeit zum Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen beeinträchtigen, vor allem bei zusätzlichem Alkoholkonsum.

Ibuflam® sollte bei erblich bedingter Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption nicht eingenommen werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Sehr häufig verursacht Ibuflam® Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Blutungen.

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Abgeraten wird von der Kombination mit anderen NSAID (wie COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure).

Vorsicht unter anderem bei zusätzlicher Gabe von:

Bestimmten Herz-Kreislauf-Medikamenten (Digoxin , ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten), Phenytoin (Epilepsie), Lithium und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Depression), harntreibenden Mitteln, Kortison, Gerinnungshemmern (Thrombozytenaggregationshemmer, Antikoagulanzien), Methotrexat (Krebs, Rheuma), Ciclosporin und Tacrolimus (z.B. nach Transplantationen), Sulfonylharnstoffen (Diabetes), Zidovudin (HIV), Probenecid und Sulfinpyrazon (Gicht);

Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, wenn Sie weitere Arzneimittel anwenden bzw. anwenden möchten.

Stand: 21.08.2013