Katadolon® S long

Was ist Katadolon® S long?

Katadolon® S long ist ein Schmerzmittel, das zum Beispiel bei Muskelverspannungen eingenommen wird. Der Wirkstoff Flupirtin besitzt schmerzlindernde und krampflösende Eigenschaften. Außerdem kann er mithelfen, dass die Beschwerden nicht chronisch werden.

Wirkstoff: Flupirtin (als Flupirtinmaleat)
Pharmafirma: AWD.pharma GmbH & Co. KG
PZN: 174295 u.a.
Abgabe: rezeptpflichtig

Wann wird Katadolon® S long angewendet?

Erwachsene können die Retardtabletten von Katadolon® S long bei akuten und chronischen Schmerzen einnehmen, so zum Beispiel bei schmerzhaften Muskelverspannungen des Halte- und Bewegungsapparates.
Wann darf Katadolon® S long nicht angewendet werden?

  • bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe des Medikaments
  • wenn ein Risiko für eine leberbedingte Störung der Hirnfunktion (hepatische Enzephalopathie) besteht
  • bei einem Stau der Gallenflüssigkeit (Cholestase)
  • bei Lebererkrankungen
  • bei Alkoholismus
  • bei schwerer, krankhafter Muskelschwäche (Mysthenia gravis)
  • wenn Sie aktuell unter Ohrgeräuschen (Tinnitus) leiden bzw. bis vor kurzem darunter gelitten haben
  • bei Kindern

Was muss bei der Anwendung beachtet werden?

Die Dosierung von Katadolon® S long muss angepasst werden, wenn der Patient älter als 65 Jahre ist oder eine deutlich beeinträchtigte Nierenfunktion aufweist.

Generell sind bei eingeschränkter Nierenfunktion ebenso wie bei eingeschränkter Leberfunktion regelmäßige Kontrollen bestimmter Laborwerte (Kreatinin, Leberenzyme) notwendig.

Bei allen Patienten, die Katadolon® S long einnehmen, sollte zudem die Leberfunktion überwacht werden. Bei Symptomen von Leberschädigung, muss das Medikament abgesetzt werden.

Schwangere und Stillende dürfen Katadolon® S long nur einnehmen, wenn der behandelnde Arzt dies für unbedingt notwendig hält. Stillende Frauen müssen vor Einnahmebeginn abstillen.

Katadolon® S long führt in Einzelfällen zu einer unbedeutenden Grünfärbung des Urins. Zudem kann das Medikament die Ergebnisse verschiedener Laboruntersuchungen beeinflussen (z.B. Bilirubinnachweis im Urin).

Manche Nebenwirkungen von Katadolon® S long (z.B. Müdigkeit, Schläfrigkeit) vermindern das Reaktions- und Konzentrationsvermögen. Das kann sich nachteilig auf die Fähigkeit zum Lenken von Fahrzeugen oder zum Bedienen von Maschinen auswirken.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Sehr häufige und häufige Nebenwirkungen von Katadolon® S long sind:

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Katadolon® S long sollte möglichst nicht gleichzeitig mit Paracetamol (Schmerz- und Fiebermittel) oder Carbamazepin (bei Epilepsie) angewendet werden.

Die Wirkung von Alkohol, Beruhigungsmitteln (wie Diazepam) und muskelentspannenden Medikamenten kann bei Kombination mit Katadolon® S long verstärkt werden. Diese Möglichkeit besteht auch im Falle des Gerinnungshemmers Warfarin. Bei Patienten, die diesen Wirkstoff (oder eine andere Cumarin-artige Substanz) zusätzlich zu Katadolon® S long anwenden, sollte die Blutgerinnung besonders regelmäßig kontrolliert werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Medikamente, die wie Katadolon® S long größtenteils von der Leber verarbeitet werden, erfordert eine frühzeitige und regelmäßige Kontrolle der Leberenzymspiegel im Blut.

Stand: 21.08.2013