Nasonex® 50 µg/Sprühstoß Nasenspray

Was ist Nasonex®?

Nasonex® ist ein kortisonhaltiges Nasenspray mit antiallergischer und stark entzündungshemmender Wirkung. Es verhindert die Freisetzung von Botenstoffen, die bei allergischen Reaktionen bzw. Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielen. Das Nasenspray ist so dosiert, dass die Kortisonwirkung nur lokal und nicht im ganzen Körper zum Tragen kommt.

Wirkstoff: Mometason-17-(2-furoat)
Pharmafirma: MSD SHARP & Dohme GmbH
PZN: 2193150 u.a.
Abgabe: rezeptpflichtig

Wann wird Nasonex® angewendet?

Nasonex® Nasenspray wird von Kindern ab 6 Jahren und Erwachsenen angewendet bei:

Darüber hinaus können Erwachsene Nasonex® Nasenspray anwenden bei:

  • Nasenpolypen

Wann darf Nasonex® nicht angewendet werden?

  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe des Arzneimittels
  • Bei unbehandelter Nasenschleimhaut-Infektion, verursacht durch Pilze, Bakterien oder Viren
  • Bei noch nicht abgeheilter Nasenoperation oder –Verletzung

Was muss bei der Anwendung beachtet werden?

Schwangere und stillende Frauen dürfen Nasonex® nur auf Anordnung des Arztes anwenden. Der Nutzen der Anwendung muss höher sein als die potenziellen Risiken. Hat eine Frau während der Schwangerschaft Kortison erhalten, sollte die Nierenfunktion des Kindes nach der Geburt sorgfältig überprüft werden.

Bei aktiver oder inaktiver Tuberkulose im Bereich der Atemwege sollte Nasonex® möglichst gar nicht oder zumindest nur mit großer Vorsicht angewendet werden. Das Gleiche gilt bei unbehandelten Pilzinfektionen, bakteriellen Infektionen, systemischen Virusinfektionen oder einer Augeninfektion mit Herpes simplex.

Bei Langzeittherapie mit Nasonex® sollten die Schleimhäute regelmäßig auf Veränderungen untersucht werden. Bei Pilzinfektionen der Nasen- oder Rachenschleimhaut oder anhaltender Schleimhautreizung muss die Behandlung mit Nasonex® eventuell abgebrochen werden.

Wer längere Zeit Kortisontabletten eingenommen hat und nun auf den Kortisonspray Nasonex® umsteigt, muss vom Arzt sorgfältig überwacht werden. Er kann eventuelle Entzugssymptome, bislang unterdrückte Allergien oder eine Störung der Nebennierenfunktion rechtzeitig erkennen.

Bei einseitig auftretenden Polypen, Polypen in Verbindung mit Mukoviszidose oder Polypen, die die Nasenhöhlen komplett verschließen, sind Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Nasonex® nicht gesichert.

Kortison kann das Immunsystem schwächen. Das Risiko für bestimmte Infektionen wie Windpocken und Masern ist dadurch erhöht. Betroffene Patienten sollten unbedingt ihren Arzt aufsuchen.

Eine Langzeittherapie mit Nasonex® bei Kindern erfordert die regelmäßige Kontrolle des Wachstums, da dieses durch Kortison verlangsamt werden kann.

Heuschnupfen-Patienten spüren die Wirkung von Nasonex® innerhalb von 12 Stunden nach der ersten Gabe. Bis zum Wirkmaximum können aber bis zu 48 Stunden vergehen. Es wird daher empfohlen, das Arzneimittel regelmäßig anzuwenden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Häufige Nebenwirkungen von Nasonex® sind:

Nasenbluten, Rachenentzündung, Brennen in der Nase, Reizung in Nase und/oder Rachen, Auftreten von Geschwüren in der Nasenschleimhaut, Kopfschmerzen, Infektionen im oberen Atemtrakt

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Es sind keine Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Nasonex® und anderen Arzneimitteln bekannt.

Stand: 21.08.2013