Opipramol-neuraxpharm®

Was ist Opipramol-neuraxpharm®?

Opipramol-neuraxpharm® Filmtabletten zählen zu den trizyklischen Antidepressiva und kommen unter anderem in der Behandlung von Angststörungen zum Einsatz. Sie besitzen eine beruhigende, angstlösende und schwach stimmungsaufhellende Wirkung. Die Filmtabletten sind in der Dosierung 50 mg, 100 mg und 150 mg erhältlich.

Wirkstoffe: Opipramol
Pharmafirma: Neuraxpharm Arzneimittel
PZN: 3480029 u.a.
Abgabe: rezeptpflichtig

Wann wird Opipramol-neuraxpharm® angewendet?

Opipramol-neuraxpharm® wird verordnet bei:

  • generalisierter Angststörung, d.h. dauerhafter Angst und ständige, übertriebene Sorge um Alltagsdinge
  • Somatoformen Störungen, d.h. körperlichen Symptomen wie Schmerzen oder Erschöpfung ohne gesicherte körperliche Ursache

Wann darf Opipramol-neuraxpharm® nicht angewendet werden?

  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber Opipramol, trizyklischen Antidepressiva oder einem der sonstigen Inhaltsstoffe des Arzneimittels
  • In Kombination mit MAO-Hemmern (Antidepressiva) 
  • Bei akuter Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- bzw. Schmerzmitteln oder Psychopharmaka
  • Bei akuten Delirien (zeitweise Bewusstseinsstörungen, z.B. ausgelöst durch Medikamente, Infektionen, Operationen)
  • Bei akutem Unvermögen, die Blase zu entleeren
  • Bei Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
  • Bei durch Darmlähmung verursachtem Darmverschluss
  • Bei unbehandeltem Engwinkelglaukom
  • Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block höheren Grades, supraventrikuläre bzw. ventrikuläre Reizleitungsstörungen)
  • Bei Kindern (gilt für Opipramol-neuraxpharm® 150 mg)

Was muss bei der Anwendung beachtet werden?

Bei Auftreten von allergischen Hautreaktionen ist Opipramol-neuraxpharm® abzusetzen.

Bei Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen, Neigung zu Krämpfen, Prostatavergrößerung ohne Restharnbildung oder gestörter Blutbildung darf Opipramol-neuraxpharm® nur sehr vorsichtig angewendet werden. Das Gleiche gilt, wenn die Durchblutung im Gehirn beeinträchtigt ist oder Vorschädigungen am Herzen vorliegen (v.a. Reizleitungsstörungen).

Während der Therapie sind regelmäßige Kontrollen des Blutbildes (und bei längerer Behandlung) der Leberwerte ratsam.

Das Medikament sollte nicht eingenommen werden bei erblich bedingter Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption.

Schwangere sollten Opipramol-neuraxpharm® nur, wenn unbedingt notwendig, anwenden. Stillende Frauen sollten vor Therapiebeginn abstillen.

Opipramol-neuraxpharm® kann durch Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel die Fähigkeit zum Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen beeinträchtigen, besonders in Kombination mit Alkohol.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Vor allem zu Therapiebeginn treten folgende Nebenwirkungen häufig auf:

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Opipramol-neuraxpharm® und Antidepressiva vom Typ MAO-Hemmer dürfen nicht gleichzeitig angewendet werden.

Die Einnahme von Opipramol-neuraxpharm® löst in Kombination mit Alkohol Benommenheit aus.

Die Wirkung von sogenannten starken Anticholinergika wie Parkinson-Medikamenten und Phenothiazinen (z.B. bei Psychosen) kann bei gleichzeitiger Gabe von Opipramol ansteigen.

Zu Wechselwirkungen kann es unter anderem auch kommen, wenn neben Opipramol-neuraxpharm® zusätzlich folgende Substanzen angewendet werden:

Nervendämpfende Wirkstoffe (Neuroleptika), Barbiturate und Benzodiazepine (Schlaf- und Beruhigungsmittel), im ganzen Körper wirkende Narkosemittel (systemische Anästhetika), Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Antidepressiva), Betablocker (z.B. Bluthochdruck, Herzschwäche), bestimmte Wirkstoffe gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klasse Ic) sowie Medikamente gegen Krampfanfälle (Antikonvulsiva).

Stand: 14.08.2012