Paracodin® N-Tropfen

Was sind Paracodin® N-Tropfen?

Paracodin® N-Tropfen werden bei trockenem Reizhusten als Hustenstiller (Antitussivum) angewendet. Als Wirkstoff enthält das Medikament einen Vertreter aus der Gruppe der Opioide (Dihydrocodein). Er entfaltet seine Wirkung durch Hemmung des Hustenzentrums im Gehirn.

Wirkstoffe: Dihydrocodein
Pharmafirma: Teofarma S.r.l.
PZN: 5357020
Abgabe: rezeptpflichtig

Wann werden Paracodin® N-Tropfen angewendet?

Paracodin® N-Tropfen werden angewendet bei:

Wann dürfen Paracodin® N-Tropfen nicht angewendet werden?

  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber Dihydrocodein, dessen Salzen sowie einem anderen Inhaltsstoff
  • Bei Asthma bronchiale oder akutem Asthma-Anfall
  • Bei Atemschwäche oder Atemhemmung (Ateminsuffizienz, Atemdepression)
  • Bei Koma
  • Kurz vor der Geburt bzw. bei drohender Fehlgeburt
  • Bei Kindern unter 4 Jahren
  • In der Stillzeit

Was muss bei der Anwendung beachtet werden?

Dihydrocodein-haltige Medikamente dürfen nur nach Verschreibung durch den Arzt und unter seiner Überwachung angewendet werden. So kann er die individuelle Reaktion des Patienten kontrollieren und eine eventuelle Überdosierung rasch erkennen. Besonders wichtig ist dies bei Patienten in höherem Alter, mit eingeschränkter Nierenfunktion oder gestörter Atemfunktion.

Dihydrocodein-haltige Medikamente dürfen vom Patienten nicht an Dritte weitergegeben werden.

Eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt ist vor Therapiebeginn notwendig bei Opioid-Abhängigkeit, Bewusstseinsstörungen, chronischer Verstopfung, Störung des Atemzentrums oder der Atemfunktion, Kopfverletzungen und/oder erhöhtem Hirndruck, eingeschränkter Leberfunktion, vorbestehenden Anfallsleiden sowie gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva aus der Gruppe der MAO-Hemmer.

Die längere bzw. hoch dosierte Einnahme von Dihydrocodein kann zu einer nachlassenden Wirksamkeit (Toleranzentwicklung) sowie zu einer körperlichen und seelischen Abhängigkeit führen.

Patienten mit früherer Opiatabhängigkeit können durch Paracodin® N-Tropfen schnell rückfällig werden.

In manchen Fällen werden Paracodin® N-Tropfen von Menschen, die von Heroin, Alkohol oder Beruhigungsmitteln abhängig sind, als Drogenersatz missbraucht.

Bei Husten mit Auswurf (produktiver Husten) dürfen Paracodin® N-Tropfen nur, wenn der Arzt es für unbedingt notwendig hält, und mit großer Vorsicht angewendet werden.

Hält der Husten länger als zwei bis drei Wochen an, ist eine ärztliche Untersuchung empfohlen.

Paracodin® N-Tropfen sind ungeeignet für Menschen mit erblich bedingter Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption.

Die Fähigkeit zum Autofahren oder Bedienen von Maschinen wird durch Paracodin® N-Tropfen beeinträchtigt. In Verbindung mit Alkohol oder anderen Arzneimitteln kann das Reaktionsvermögen zusätzlich herabgesetzt sein.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Sehr häufige und häufige Nebenwirkungen von Paracodin® N-Tropfen sind:

Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Magen-Darm-Beschwerden, leichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit, Schwindelgefühl

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Die Einnahme von Paracodin® N-Tropfen sollten nur mit großer Vorsicht und in niedriger Dosierung begonnen werden, wenn der Patient gleichzeitig oder in den vorangegangenen zwei Wochen Antidepressiva aus der Gruppe der MAO-Hemmer nimmt bzw. genommen hat.

Paracodin® N-Tropfen können mit verschiedenen Substanzen wechselwirken, so zum Beispiel mit:

Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmitteln, Psychopharmaka (Phenothiazine), anderen das Zentralnervensystem dämpfenden Medikamenten, trizyklischen Antidepressiva, Histamin-Rezeptor-Blockern (z.B. Promethazin, Meclozin), Schmerzmitteln, Bluthochdruckmedikamenten sowie Wirkstoffen, die den Leberstoffwechsel beeinflussen, wie Cimetidin (z.B. Magen-darm-Geschwür), Fluoxetin (Depressionen).

Besprechen Sie sicherheitshalber jede zusätzliche Medikamentenanwendung mit Ihrem Arzt.

Stand: 21.08.2013
Autor: Dr. Nina Buschek