Alzheimer - die besten Abwehrstrategien

Alzheimer ist für viele ein Schreckgespenst - jeder kann aber vorbeugen. Folgende Strategien helfen gegen den geistigen Verfall

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Das große Vergessen - Alzheimer ist für viele ein Schreckgespenst. Denn die Demenzerkrankung an der mehr als eine Millionen Deutsche leiden, ist bisher nicht heilbar. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Jeder Einzelne kann sein Risiko zu erkranken erheblich beeinflussen, denn nur circa fünf Prozent der Fälle sind erblich bedingt. In der Klickstrecke finden Sie gute Strategien gegen den geistigen Verfall.

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Alzheimer und Demenz erscheinen vielen als Schicksal, dass die meisten früher oder später trifft. Doch das stimmt so nicht. Auch wenn ein echter Durchbruch in der Therapie der Krankheit bis jetzt noch auf sich warten lässt: Sie können ihr Risiko deutlich senken.

Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Desorientierung, Veränderung der Persönlichkeit bis hin zum Sprachverlust - diese Symptome von Alzheimer treten meist erst im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Das gibt umso mehr Zeit, der Gedächtniskrankheit vorzubeugen. Und dazu können Sie einiges tun.

Drehen Sie am Lebensstil

Ganz entscheidend ist der Lebensstil. Wer Raubbau mit seiner Gesundheit treibt, muss sich nicht wundern, wenn auch die Hirnfunktionen leiden. Zahlreiche Untersuchungen haben verglichen, wie sich die verschiedenen Lebensstilfaktoren auf das Alzheimerrisiko auswirken lassen – die Ernährung, die Bewegungsfreude, der Umgang mit geliebten Giften wie Alkohol und Nikotin. Jede einzelne von ihnen ist eine Stellschraube, an der Sie drehen können, um Ihr Alzheimerrisiko zu senken.

Dabei lässt sich generell sagen: Was gut für das Herz und die Gefäße ist, schützt auch das Gehirn. Forscher gehen davon aus, dass Schäden an den kleinen Blutgefäßen auch zerstörerische Prozesse im Gehirn voranschreiten lassen.

Den gesunden Geist in einem gesunden Körper haben schon die Römer propagiert. Umgekehrt gilt aber auch, dass Psyche und Denken die körperlichen Funktionen erheblich beeinflussen – insbesondere die des Denkorgans. Ist das Gehirn gefordert, bilden sich zwischen den Nervenzellen mehr Synapsen aus – das kommunikative Netz im Gehirn wird engmaschiger. Setzt dann irgendwann der Verfall ein, kann das Gehirn ihn länger kompensieren. Bricht eine Verbindung ab, stehen immer noch zahlreiche alternative Optionen zur Verfügung, über die die Informationen weitergeleitet werden können.

Vernetzen Sie Ihr Hirn

Das bedeutet für Sie konkret: Je früher Sie beginnen sich Synapsen zu züchten, und je intensiver Sie dran bleiben, desto besser. Spielen Sie Schach. Rechnen Sie mal wieder im Kopf, statt digital. Erlernen Sie ein Instrument. Musizieren Sie!

Besonders vorteilhaft ist es, mehrsprachig aufzuwachsen. Aber auch alle anderen können noch eine neue Fremdsprache erlernen und dann auch praktizieren – für das Gehirn ist das eine sportliche Herausforderung. Überhaupt – alles, was neu ist, lässt die Synapsen sprießen. Werfen Sie die Alltagsroutine öfter über Bord und beschreiten Sie immer wieder neue Wege. Das hält nicht nur die Demenz in Schach – es wird Ihr Leben schon heute bereichern.

Stand: 18.12.2014
Autor:

Quellen:
www.alzheimer-forschung.de, Abruf 18.12.2014