Erkältungsfallen - wo die Viren lauern

Erkältungsviren lauern überall. Hier erfahren Sie, wie Sie sich möglichst nicht anstecken

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Winterzeit ist Erkältungszeit. Gerade jetzt lauern Viren überall, ob beim hüstelnden Kollegen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder sogar an Türgriffen. Oft fängt es dann mit einem Kratzen im Hals an, geht mit einer verstopften Nase weiter und endet mit einem schmerzhaften Husten. Hier erfahren Sie, wo sich die meisten Viren tummeln und erhalten  neun Tipps, wie Sie sich vor einer Ansteckung am besten schützen können.

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Kalte Füße schwächen Ihr Immunsystem

In Matsch und Schnee kühlen Ihre Füße schnell aus. Damit keine weitere Wärme verloren geht, verengen sich die Blutgefäße. So wird auch die Nasenschleimhaut schlechter durchblutet. Mit gefährlichen Folgen: Die Abwehrkraft schwindet und Erkältungsviren haben leichtes Spiel. Packen Sie Ihre Füße daher immer gut ein. Omas Wollsocken sind dabei vielleicht gar nicht so übel.

Tipp: Und falls Ihre Füße doch zu Eiszapfen geworden sind, nehmen Sie ein 15- bis 20-minütiges Fußbad (etwa 40 °C). Das verbessert die Durchblutung.

Erreger-Paradiese

Auf Türgriffen, Handys und Tastaturen bleiben Erkältungs-Viren einige Zeit aktiv. Denn es gilt nicht unbedingt die Weisheit, dass die Viren auf trocknen Oberflächen nicht lange überleben können. So entdeckten Forscher zum Beispiel in Hotelzimmern, in denen zuvor ein Erkälteter übernachtet hatte, überall die viralen Erreger - vom Lichtschalter bis zur Fernbediehung. Ein unbewusster Griff an Nase oder Augen, und Sie haben sich angesteckt.

Tipp: Waschen Sie sich mehrmals täglich die Hände. Wenn Sie viel unterwegs sind, lohnt sich manchmal auch ein Desinfektions-Spray für die Handtasche. Beim Küssen müssen Sie allerdings keine Angst haben, sich anzustecken. Mit dem Speichel gelangen die Viren nämlich in den Magen, wo ihnen die Magensäure den Garaus macht.

Menschenmassen meiden

Meiden Sie wenn möglich Menschenmassen! Erkältungs-Viren verbreiten sich über die Luft. In engen Räumen voller niesender, hustender Menschen haben die Erreger leichtes Spiel. Und je größer das Gedränge, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einer Virenschleuder nahe zu kommen. Und wenn es nicht anderes geht: Vitamine, Vitamine, Vitamine um die Immunabwehr auf Hochtouren zu bringen.

Luft feucht halten

Heizungsluft bedeutet Dürrezeit für die Schleimhäute. Dabei ist gerade die feucht-schleimige Haut der Nase ein Schutzschild, an dem Viren abprallen. Trocknet sie aus, haben die Erreger leichtes Spiel.

Tipp: Lüften Sie daher regelmäßig oder legen feuchte Tücher über die Heizkörper. Und nicht vergessen: Viel trinken, das hält die Schleimhäute feucht.

Gefährliche Glimmstengel

Zigaretten vermindern die Reinigungsfunktion der Schleimhäute. Schon nach dem ersten Zug wird die Bewegung der Flimmerhärchen beeinträchtigt, sodass Erreger schlechter nach außen abtransportiert werden können. Auch Passivrauch schadet den Schleimhäuten.

Tipp: Einfach mal alle Fünfe grade sein lassen und statt eine Zigarette zu rauchen, ein Kaugummi kauen. Außerdem stehen Sie als Raucher meist auch noch draußen in der Kälte.

Ausdauersport mit Bedacht

Ausdauersport ist sehr gut für das Immunsystem. Doch Vorsicht: Ziehen Sie feuchte Kleidung sofort nach dem Sport aus und trocknen Sie eventuell nass gewordene Haare. Wer durch die nassen Sachen auskühlt, schwächt seine Immunabwehr. Und trainieren Sie nicht zu viel. Übermäßiges Training laugt das Immunsystem aus.

Stand: 05.01.2017