Haben Sie Schimmel?

Dunkle Flecken, muffiger Geruch, feuchte Wände weisen auf Schimmelbefall hin

© Zlatan Durakovic_Fotolia

Husten, Reizungen von Bindehaut, Hals und Nase, Asthma, allergische Entzündung der Lungenbläschen, Kopfweh, Müdigkeit - Schimmelpilze im Hausstaub können verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen. Solcher Hausstaub kann nicht nur Milbenallergikern zum Verhängnis werden. Wie Sie den reizenden Mitbewohner überhaupt entdecken, verrät Ihnen unsere Bildergalerie.

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Wie gesundheitsschädlich ist Schimmel wirklich?

Hässliche schwarze Flecken an der Wand und ein muffiger Geruch in der Wohnung  - Schimmelpilze sind nicht nur optisch und für die Nase ein Problem. Die Sporen und Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze können allergische und reizende Reaktionen bei den Hausbewohnern auslösen. Welche Schimmelpilzkonzentration allerdings leichte oder sogar schwere negative gesundheitliche Beschwerden auslöst, ist bisher nicht bekannt. Der Grund: Es wurden bislang keine Grenzwerte für Schimmelpilze festgelegt.

Eine Gefahr geht vor allem dann von Schimmelpilzen aus, wenn ein Mensch sie in großer Zahl einatmet. So können alle Schimmelpilzarten allergische Reaktionen auslösen. Außerdem haben Menschen, die in einer vom Schimmel befallenen Wohnung leben, ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen und Atermwegsinfektionen. Umso wichtiger ist es daher, den lästigen Mitbewohnern rasch den Gar aus zu machen.

Schimmel entfernen

Überzieht der Schimmelpilz bereits größere Flächen, müssen Fachleute ran. Die Experten kümmern sich um die fachgerechte Beseitigung und Sanierung von Schimmelpilz.

Bei einem milden Befall in Form von kleinen Schimmelflecken in der Zimmerecke oder schwarzen Fugen im Bad können Sie dagegen selbst Hand anlegen: Entfernen Sie zuerst Lebensmittel, Kleider, Spielzeug und andere Gegenstände aus dem betroffenen Raum. Schließen Sie dann die Türen zu anderen Zimmern und öffnen Sie weit alle Fenster. Ausgerüstet mit Haushaltshandschuhen, Schutzbrille und eventuell Atemmaske können Sie dann den Schimmel mit einem Lappen abwischen, den Sie zuvor in 70 bis 80 %-igen Alkohol getaucht haben. Die Arbeitskleidung sollten Sie anschließend gründlich waschen - oder Sie tragen zum Beseitigen des Schimmels einen Einwegschutzanzug.

Übrigens: Menschen mit Allergien, Asthma, anderen chronischen Atemwegserkrankungen, Immunschwäche oder sonstigen gesundheitlichen Problemen sollten die Entfernung von Schimmel jemand anderem überlassen!

Keine Antischimmelmittel und -farbe

Von der Anwendung von Antischimmelmitteln und Antischimmelfarbe rät das Umweltbundesamt ab. Manche der Mittel enthalten Substanzen, die schlecht für Atemwege und Umwelt sind (wie Chlor). Und das Aufstreichen von Antischimmelfarbe reicht zur Beseitigung von Schimmel nicht aus.

Reinigen oder wegwerfen?

Bei Schimmelpilzbefall auf Tapeten, Teppichen, Matratzen oder Möbeln stellt sich die Frage: Reinigen oder wegwerfen? Unbedingt entsorgen sollten Sie befallene Materialien mit rauer, poröser Oberfläche (wie Tapeten), offenporiges Holz und Matratzen.

Hat sich der Schimmel dagegen auf Materialien mit glatter oder geschlossener Oberfläche breit gemacht (wie Glas, Metall, lackiertem Holz oder Kunststoff) ist eine Reinigung möglich, und zwar mit Wasser und Haushaltsreiniger beziehungsweise 70 bis 80 %-igem Alkohol - falls das Material alkoholbeständig ist.

Bei von Schimmel befallenen Polstermöbeln, Gardinen und Teppichen ist eine Reinigung nur eingeschränkt durchführbar. Zum Absaugen sollten Sie ausschließlich einen Spezialstaubsauger (Sauger mit sogenanntem HEPA-Filter und einem staubdichtem Gehäuse) verwenden. Weitere Tipps zur Schimmelbeseitigung (falls diese möglich ist) erhalten Sie in einem Polster-, Teppichfachgeschäft oder in einer Fachreinigung.

Stand: 12.01.2017
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