Hausstaubmilben loswerden

Hausstaubmilben loswerden

© Juan Gärtner/Fotolia

Triefnase am Morgen und juckende Augen beim Bettenmachen? Schuld an diesen Beschwerden können die Hinterlassenschaften der Hausstaubmilbe sein. Der  Kot der Tiere verursacht bei rund zehn Prozent aller Deutschen allergische Reaktionen. Da die Krabbler sich besonders gerne im Bett tummeln, ist die Sanierung des Schlafplatzes das A und O. In der Bildergalerie: Sieben Fakten zu Hausstaubmilben.

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Optimale Lebensbedingungen

Auch wenn das keine schöne Vorstellung ist: Jeder Mensch teilt sein Bett mit durchschnittlich 10.000 winzig kleinen Hausstaubmilben. Da sie sich von menschlichen Hautschuppen ernähren und bei 25 bis 30 Grad am wohlsten fühlen, finden sie in unseren Betten optimale Lebensbedingungen vor. Den meisten Menschen machen die tierischen Mitbewohner nichts aus. Einige hingegen haben durch ihre Bettnachbarn mit schweren gesundheitlichen Folgen zu kämpfen, denn bestimmte Eiweiße im Kot der Tiere können teils heftige allergische Reaktionen auslösen.

Bettzeug regelmäßig waschen
Die mikroskopisch kleinen Spinnentieres loszuwerden, ist aufgrund ihrer winzigen Größe nicht ganz einfach. Eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die unerwünschten Untermieter ist die regelmäßige Sanierung des Bettes. Um es den Hausstaubmilben so unangenehm wie möglich zu machen, sollten Sie Ihr Bettzeug regelmäßig waschen und die Matratze einmal im Jahr reinigen. Nach acht Jahren ist es ratsam, sich eine neue Matratze zu zulegen.

Hausstaubmilben einfach wegschließen
Darüber hinaus gibt es auch spezielle, allergendichte Bezüge für Kissen, Decken und Matratzen. Wer sein Bettzeug mit den sogenannten „Encasings“ überzieht, schließt den Hausstaub und die Milben einfach ein. Dies reduziert den Milbenkontakt und lindert allergische Beschwerden. Ist eine Hausstaubmilbenallergie nachgewiesen, übernimmt die Krankenkasse sogar die Kosten für den Überzug der Matratze. Kleiner Tipp: Mit solchen Encasings sollten Sie nicht nur die eigene, sondern auch die Bettseite des Partners überziehen.

Vorsicht auch bei anderen Polstermöbeln
Hausstaubmilben kommen nicht nur im Bettzeug vor, sondern auch in allen anderen Polstermöbeln. Am besten verzichten sie auf diese in Ihrem Schlafzimmer. Auch wenn Omas antikes Polstersofa noch so hübsch aussieht – es ist auch ein optimaler Wohnort für zahlreiche Milben. Gleiches gilt auch für Kuscheltiere. Denn auch in ihnen tummeln sich die kleinen Krabbler - und das kann gerade bei Kindern, die gerne ihren Teddy mit ins Bett nehmen, zu allergischen Reaktionen führen.

Unbehandelte Bettwäsche gegen Milben
Am besten verhüllen Sie die Encasings, damit Ihr Schlafzimmer wieder gemütlich und  optisch ansprechend aussieht. Allergiker sollten unbehandelte Bettwäsche kaufen, die meist aus 100-prozentiger, naturbelassener Baumwolle besteht.

Milbenabweisende Decken
Darüber hinaus gibt es auch Milben abweisende und allergenarme Decken, Kissen und Matratzen. Sie lassen sich beispielsweise bei 60 Grad waschen, was Milben wirksam bekämpft. Oft sind darin sogenannte Kapokfasern integriert, die Milben abweisende Bitterstoffe enthalten.

Genesung mit Immuntherapie

Wer trotz aller Bettsanierungsmaßnahmen die Nase voll von seiner Allergie hat, kann eine Hyposensibilisierung durchführen. Diese Immuntherapie führt bei vielen Allergikern nach drei bis fünf Jahren zum Erfolg, so dass diese ein beschwerdefreies Leben führen können.

Stand: 29.09.2016
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Quellen:

  • Stiftung Warentest. Selbstverlag: Allergien. 1. Auflage 2007
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund