Hautkrebsrisiko: Rosi hat Schwein gehabt

Hautkrebsschwein Rosi wurde nicht wirklich bestrahlt

© Deutsche Krebshilfe

Schwein gehabt! Eine ungewöhnliche Aktion der Deutschen Krebshilfe erregte in den vergangenen Tagen die Internetgemeinde. Auf einer wissenschaftlich anmutenden Webseite, hatten "Forscher" einen angeblich streng geheimen Tierversuch dokumentiert. Dabei wurde ein Schwein namens Rosi über mehrere Tage mit UV-Licht bestrahlt. Im Verlauf des vermeintlichen Experiments rötete sich Rosis Haut immer mehr und bekam sogar Brandblasen und entzündete Stellen.

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Welle der Empörung

Hundertausende empörte Internetnutzer - besonders junge Menschen - diskutierten den Test. Dann die erleichternde Nachricht: Sonnenbrand und Wunden sind das Werk professioneller Maskenbildnerinnen, die Forscher im wirklichen Leben Schauspieler, die UV-Strahlen blaues Licht und das Forschungslabor ein Filmkrankenhaus in Berlin. Und Rosi, die eigentlich Smarty heißt, geht es gut.

Kampagne, die wachrütteln soll

Mit der provozierenden Kampagne will die Deutsche Krebshilfe auf das Hautkrebsrisiko hinweisen, das von Solarien ausgeht. "Solarien sind eine vor allem von jungen Menschen stark unterschätzte Gefahr", so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. "Wir können gar nicht genug davor warnen: Wenn ich regelmäßig ins Solarium gehe oder mich stundenlang in die Sonne lege, gefährde ich meine Gesundheit, riskiere Hautkrebs und bringe vielleicht sogar mein Leben in Gefahr."

Solariennutzer sind jung

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigen die Ergebnisse der SUN STUDY 2012: Solariennutzer sind jung. Vor allem Menschen bis zu einem Alter von einschließlich 35 Jahren setzen sich besonders häufig künstlichen UV- Strahlen aus. Das Risiko, am besonders aggressiven schwarzen Hautkrebs zu erkranken, verdoppelt sich aber, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig genutzt werden. Besonders schockierend: 167.000 der derzeitigen Solariennutzer seien sogar minderjährig. Nach geltendem Recht müssten Betreiber von Sonnenstudios Jugendlichen den Zugang zu Solariengeräten verweigern.
"Angesichts von jährlich 224.000 Hautkrebsneuerkrankungen in Deutschland und etwa 3.000 Menschen, die jedes Jahr an Hautkrebs sterben, müssen wir vor allem die junge Bevölkerung noch deutlicher über die Risiken der Solariennutzung aufklären", so das Fazit von Nettekoven.

"App in den Schatten"

Passend zur aktuellen Kampagne bietet die Deutsche Krebshilfe eine Mobile Application, die "App in den Schatten". Damit kann jeder Nutzer seine Freunde im Zeitraffer altern lassen und die sichtbaren Folgen übermäßiger UV-Strahlen nachverfolgen. Den Download der App sowie alle weiteren Informationen gibt es auf der Aktionsseite www.rosi-hat-schwein- gehabt.de sowie auf www.krebshilfe.de.

Stand: 13.09.2012

Quelle:

  • Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e.V. (www.krebshilfe.de)