Was ist Burnout?

Der Begriff Burnout lässt sich im Deutschen mit Ausgebranntsein übersetzen

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Der Begriff Burnout lässt sich im Deutschen mit Ausgebranntsein übersetzen. Er beschreibt einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Menschen, die unter einem Burnout-Syndrom leiden fühlen sich angespannt, antriebslos, reizbar und freudlos. Konzentrations- und Leitungsfähigkeit brechen weg.

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Außerdem kommt es zu diffusen psychosomatischen Beschwerden von Schlafstörungen über Kopfschmerzen und Hörsturz bis hin zu Herzrasen. Wird nicht rechtzeitig gegengesteuert, kann ein Burnout in eine Depression münden und zu dauerhafter Arbeitsunfähigkeit führen.

Klassisch geht einem Burnout eine Phase chronischer, meist beruflicher Überforderung voran. Das Syndrom wurde zuerst im Zusammenhang mit sozialen Berufen beschrieben, wo hoher Idealismus und Arbeitseinsatz mit wenig sozialer und finanzieller Anerkennung einhergeht.

Burnout kann jeden treffen

Inzwischen weiß man, dass Burnout in bestimmten Zusammenhängen jeden treffen kann – vom gestressten Manger bis hin zum Arbeitslosen. Neben Überbelastung und hohen persönlichem Leistungsanspruch ist Frustration ein starker Risikofaktor. Das können mangelnde Anerkennung, bürokratische Hürden, das Verfehlen selbstgesteckter Ziele sein. Vor allem aber treibt Mobbing Menschen in den Burnout.

Obwohl ein Burnout immer häufiger Grundlage einer Arbeitsunfähigkeit ist, gibt es bisher keine einheitliche Definition des Burnout-Syndroms. Die Überschneidungen zu anderen psychischen Störungen und Erkrankungen wie Depressionen oder Anpassungsstörungen ist groß. Manche Experten sprechen daher von einer Mode-Diagnose, hinter der immer eine andere, gesellschaftlich stärker geächtete seelische Erkrankung steckt.

 

Stand: 28.10.2014
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Quelle:

  • Kaschka, Wolfgang P: Dtsch Arztebl Int 2011; 108(46): 781-7; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0781, www.aerzteblatt.de/archiv/113220