So können Sie einem Burnout vorbeugen!

Auszeiten nehmen: Sie können einem Burnout vorbeugen

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Burnout entsteht aus Überforderung und Frustration.  Wer um die Risiken weiß, kann einem Burnout aber auch bewusst vorbeugen. Dabei ist es vor allem wichtig, eine gesunde Lebensweise und ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben zu wahren. Wer erste Anzeichen für ein Ausbrennen bei sich bemerkt, sollte sich Zeit nehmen über sein Leben zu reflektieren und so gegenzusteuern.

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Oft schleichen sich die ersten Symptome ins Leben der Betroffene ein, ohne, dass sie es sofort merken. Schlappheit und Lustlosigkeit über einen längeren Zeitraum gelten als Alarmzeichen. Das kann sich aber mit Phasen abwechseln, wo wieder Überaktivität die Oberhand gewinnt.

Um einem Burnout entgegenzuwirken, ist es wichtig, dass Sie Ihre persönlichen Grenzen, Bedürfnisse und Ziele genau kennen. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, setzen Sie sich am besten mit Stift und Papier hin und beschäftigen Sie sich mit folgenden Denkanstößen:

Haben Sie klare Ziele?
Was wollen Sie im Leben erreichen? Verschaffen Sie sich darüber Klarheit. Nur dann verzetteln Sie sich nicht in Projekten, die Ihnen weniger am Herzen liegen. Stecken sie Kraft und Energie lieber in die wesentlichen Dinge.

Haben Sie klare Prioritäten?
Aufstiegsmöglichkeiten, soziale Anerkennung, Selbstbestimmung – was ist Ihnen im Job besonders wichtig? Treffen Sie ihre beruflichen und Lebensentscheidungen auf Basis Ihrer wichtigsten Bedürfnisse. Infomieren Sie sich vorab, ob der Alltag im Job tatsächlich Ihren Vorstellungen entspricht.

Entspannen Sie genug?
Stress erhöht das Burnout-Risiko massiv. Eigenen Sie sich darum Fähigkeiten im Stressmanagement und eine Entspannungstechnik an, die Ihnen liegt. Beispiele sind Yoga, autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.

Tipp: Führen Sie ein Stresstagebuch - Notieren Sie regelmäßig, in welchen Situationen Sie sich besonders gestresst fühlen und steuern sie gezielt gegen.

Sind Sie mit Ihrem Leben zufrieden?
Burnout kommt schleichend. Gehen Sie regelmäßig in sich und stellen Sie sich die Frage, wie zufrieden Sie mit Ihrem Leben sind und ob das Stresslevel steigt.

Sind Ihre Ansprüche an sich selbst realistisch?
Perfektionismus fördert Burnout ebenso wie der Anspruch es allen recht machen zu wollen. Hinterfragen Sie solche Haltungen kritisch und senken Sie die Ansprüche an sich selbst auf ein vernünftiges Niveau.

Tun Sie genug für Ihre Gesundheit?
Regelmäßig Sport baut Stress ab, eine gesunde Ernährung schenkt Energie. Beide sind Verbündete im Kampf gegen Burnout. Koffein, Nikotin und Alkohol sind das nicht – sie entlasten nur kurzfristig, schwächen aber langfristig die Konstitution.

Kümmern Sie sich um Ihre Sozialkontakte?
Freunde und Verwandte helfen dabei, Stress abzubauen. Dafür ist es aber wichtig, sich auch ausreichend um seine Sozialkontakte zu kümmern. Ist hier jemand in letzter Zeit zu kurz gekommen? Nehmen Sie Beschwerden aus Ihrem Umkreis ernst.

Veränderungen im Berufsleben

Auch im Berufsalltag gibt es ein paar Sachen, auf die Sie achten können, um nicht in die Burnout-Falle zu tappen. So ist zum Beispiel ein realistisches Zeitmanagement ein wichtiges Werkzeug um mental nicht aus der Puste zu kommen. Es gibt verschiedene Schulungen oder Fachbücher über richtige Zeitplanung, die Ihnen weiterhelfen können. Planen Sie außerdem lieber großzügig mit ihrer Zeit und geben Sie sich selbst Pausen um Sachen aufarbeiten zu können.

Nein-Sagen

Es wiederstrebt vielen, aber eine angetragene Aufgabe auch einmal auszuschlagen, gehört dazu, wenn Sie auf sich selbst acht geben. Nein-Sagen sollte deswegen auch im Büro ab und an dazugehören.

Neue Impulse

Holen Sie sich außerdem neue Impulse, zum Beispiel durch Weiterbildungen. Das schützt davor, im Trott zu versinken. Das gilt aber nicht nur für Ihren Beruf. Denn die richtige Work-Live-Balance gilt als Schlüsselelement um einem Burnout erfolgreich zu entgehen.

Stand: 11.01.2016

Vorlage und Redaktion:

Quellen:

  • M . Burisch: Das Burnoutsyndrom. Springer Verlag. 3. Auflage 2006
  • Noll A., Kirschbaum B.: Stresskrankheiten. Vorbeugen und behandeln mit chinesischer Medizin. Urban & Fischer Verlag. 1. Auflage 2006
  • Neurologen und Psychiater im Netz, www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de;
  • Bergner T.:Burnout-Prävention: Das 9-Stufen-Programm zur Selbsthilfe. Schattauer Verlag. 2. Auflage 2007