Was ist eine Depression?

Jeder fünfte Bundesbürger leidet unter Depressionen.

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Depressionen gehören zu den verbreitetsten psychischen Erkrankungen: Jeder fünfte Bundesbürger leidet aktuell unter einer Depression. Das sind allein in Deutschland vier Millionen Menschen. Depressionen können jeden treffen: Männer wie Frauen, alte Menschen und Kinder, mental starke Geister und sensible Seelen.

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Hauptsymptome einer Depression sind:

  • Niedergeschlagenheit
  • Interessenverlust und Freudlosigkeit
  • Antriebsmangel
  • erhöhte Ermüdbarkeit

Hinzu kommen häufig:

  • Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und Denkstörungen
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit
  • pessimistische Zukunftsvorstellungen
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Suizidgedanken oder -handlungen

Außerdem treten häufig körperliche Symptome wie anhaltende Schmerzen oder andere physische Beschwerden wie Atemnot oder Herzrasen auf. Mitunter sind diese der Grund, warum erstmals der Arzt aufgesucht wird.

Oft kein Auslöser

Depressionen sind weit verbreitet. Das Risiko, an einer Depression zu leiden, ist teilweise genetisch bedingt. Aber auch traumatische Erlebnisse, eine pessimistische Grundhaltung  und Stress können die Gefahr erhöhen.  Oft gibt es keinen konkreten Auslöser für eine Depression.

Depressionen können in den meisten Fällen gut behandelt werden. Dabei helfen Antidepressiva und Psychotherapien wie eine kognitive Verhaltenstherapie oder eine Psychoanalyse. Eine wirksame Unterstützung, um die Depression zu überwinden, ist überdies Sport, der so effektiv sein kann wie ein Antidepressivum.

 

Stand: 25.03.2013
Autor:

Vorlage: Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Quellen:

  • Kompetenznetz Depression
  • Möller, H.-J. et al.: Psychiatrie und Psychotherapie. Thieme Verlag. 3. Auflage 2005
  • Arolt V. et al.: Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie. Springer Verlag. 6. Auflage 2007
  • Nationale Versorgungs-Leitlinie der Bundesärztekammer (BÄK) und der Dt. Ges. f. Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN): Unipolare Depression (Stand: August 2011)
  • Weltgesundheitsorganisation WHO
  • Tölle R. et al.: Psychiatrie. Springer Verlag. 15. Auflage 2009