Rauchstopp - das bringt er

Entzugserscheinungen, soziale Veränderungen, Angst vor Übergewicht - wie der Rauchstopp trotzdem klappt

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Es gibt zahlreiche Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. Immerhin leben Nichtraucher nicht nur gesünder, sondern auch länger. Nicht mehr zur Zigarette zu greifen, zahlt sich jedoch nicht nur langfristig aus, sondern bringt bereits nach kurzer Zeit Erfolge. Wir zeigen Ihnen in unserer Klickstrecke, wie schnell sich Ihr Körper nach einem Rauchstopp erholt.

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Nikotin macht süchtig

Obwohl viele Raucher ihr Laster loswerden wollen, unternimmt nur knapp ein Drittel innerhalb eines Jahres einen ernsthaften Aufhörversuch. Grund dafür ist vor allem das in den Zigaretten enthaltene Nikotin. Es bewirkt eine starke psychische und körperliche Abhängigkeit. Der Stoff wirkt stimmungsaufhellend und steigert kurzfristig die Konzentrationsfähigkeit sowie die Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung.

Hat sich Ihr Körper erst einmal an Nikotin gewöhnt, kann er auf einen Mangel mit Entzugserscheinungen wie Depressionen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Nervosität und Hungergefühl reagieren. Folgen, die viele Raucher scheuen. Dabei sind vor allem die ersten zwei bis drei Tage unangenehm. Nach acht bis vierzehn Tagen haben Sie dann die unangenehmen körperlichen Symptome überwunden. Dann müssen Sie "nur" noch Ihre eingespielten Verhaltensmuster ablegen.

Gewohnheiten ändern

Denn Raucher gewöhnen sich nicht nur an die Wirkung des Nikotins, sondern gewinnen auch das Gefühl der Zigarette zwischen den Fingern lieb. Der Glimmstängel wird zur Belohnung und Rauchen Teil des sozialen Lebens. Wenn Sie langfristig Nichtraucher werden wollen, müssen Sie eine gravierende Verhaltensänderung in Ihrem Leben vornehmen.

Tipps zum erfolgreichen Aufhören

Es gibt zahlreiche Tricks, die es leichter machen, erfolgreich zum Nichtraucher zu werden. Setzen Sie sich zum Beispiel ein festes Datum innerhalb der kommenden drei Wochen, um mit dem Rauchen aufzuhören. Am besten eignet sich eine stressfreie Zeit. Und scheuen Sie nicht davor zurück, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es auf eigene Faust nicht klappen will. Bitten Sie Ihren Hausarzt, Ihre Familie oder Freunde um Unterstützung.

Überlegen Sie sich, in welchen Situationen Sie routinemäßig rauchen und greifen Sie in diesen zu einem Kaugummi oder Glas Wasser oder einem kalorienarmen Snack. Meiden Sie vor allem am Anfang Orte und Menschen, die Sie zum Rauchen animieren. Lenken Sie sich lieber mit einem neuen Hobby ab und nutzen Sie gegen die Entzugssymptome gegebenenfalls Ersatzprodukte wie Nikotinkaugummi oder -pflaster. Vor allem sollten Sie sich aber darüber freuen, den Ausstieg für sich und einen gesunderen Körper geschafft zu haben.

Stand: 24.04.2017
Autor: Lisa Davidson

Quellen:

  • Deutsches Krebsforschungszentrum dkfz: Rauchertelefon (Abruf: 09.01.2016)
  • Lungeninformationsdienst: Prävention (Abruf: 09.01.2016)
  • Frauenärzte im Netz: Rauchen (Abruf: 09.01.2016)