Rauchstopp drückt auf die Stimmung

Schlechte Stimmung, weil Sie auf die geliebten Glimmstängel verzichten? So klappt es trotzdem mit dem Rauchstopp!

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Wer der Gesundheit zuliebe Abschied vom Nikotin nehmen will, dem wird es nicht leicht gemacht: Der Rauchstopp drückt schwer auf die Stimmung und kann sogar leicht depressiv machen. Nicht selten greifen viele Menschen dann doch wieder zum Glimmstängel. Mit den richtigen Tipps wirken Sie aber dem Stimmungstief entgegen und retten so den Ausstieg aus der Nikotinsucht. Wir verraten Ihnen, welche Kniffe das sind und wie schnell Ihnen Ihr Körper den Rauchstopp dankt!

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Nikotin wirkt auf viele Arten: Es lässt beispielsweise das Herz schneller schlagen, erhöht die Atemfrequenz und die Schmerzempfindlichkeit, hemmt die Urinproduktion und fördert die Darmtätigkeit. Außerdem greift Nikotin in den Stoffwechsel der Botenstoffe im Gehirn ein und beschert dem Raucher nach dem Inhalieren ein unmittelbares Gefühl von Wohlbefinden und Beruhigung.

Kein Wunder, dass der Verzicht auf den gewohnten Stimmungsmacher einem in den ersten Stunden und Tagen die Laune verdirbt oder sogar leicht depressiv macht. Die Versuchung, dem Stimmungstief zu entkommen, indem man doch wieder zu den Glimmstängeln greift, ist groß. Folgende Tipps können Ihnen helfen, der depressiven Verstimmung ohne Rückfall in die Nikotinsucht, beizukommen:

Viel Bewegung

Werden Sie körperlich aktiv – gehen Sie regelmäßig einige Schritte an der frischen Luft, nehmen Sie zur Abwechslung das Fahrrad statt das Auto oder den Bus und suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Freude macht. Ausreichend Sport und Bewegung vertreiben wirksam schlechte oder depressive Stimmung. Außerdem helfen sie auch gegen andere Entzugserscheinungen des Rauchstopps wie Nervosität, Aggressivität und Schlafstörungen.

Entspannungsübungen und Massagen

Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung sind ebenso wie Massagen wertvolle Hilfsmittel im Kampf gegen Stimmungstief, Nervosität, Frustration und andere Entzugssymptome nach dem Rauchstopp. Sorgen Sie für einen guten Rhythmus zwischen Aktivität und Entspannung!

Ausgewogene Ernährung

Nikotin beschleunigt den Stoffwechsel. Dieser Effekt fällt weg, sobald Sie mit dem Rauchen aufhören. Da zeigt die Waage dann schnell einige Kilo mehr an, was die Stimmung zusätzlich nach unten drücken kann. Um der Gewichtszunahme und damit weiterem Frustpotenzial vorzubeugen, sollten Sie nach dem Rauchstopp weniger Kalorien zu sich nehmen und insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse achten.

Kontakte mit anderen

Reden Sie mit einem guten Freund oder einen anderen Vertrauensperson über Ihren Stress mit dem Rauchstopp. Am besten eignet sich dafür jemand, der schon selber mit dem Rauchen aufgehört hat und Ihre Entzugserscheinungen gut nachvollziehen kann. Verkriechen Sie sich außerdem nicht allein zuhause, sondern suchen Sie sich nette Gesellschaft, die Sie ablenkt und Ihnen gut tut.

Kleine Belohnungen

Seien Sie nett zu sich: Denken Sie an all die Dinge, die Ihnen Freude machen: Treffen mit Freunden, ein heißes Schaumbad oder ein Besuch in Ihrem Lieblingscafe. Genießen Sie diese Dinge ganz bewusst. Belohnen Sie sich außerdem jeden Tag mit einer Kleinigkeit von dem Geld, das Sie nicht für Zigaretten ausgegeben haben.

Fachliche Hilfe

In seltenen Fällen sind die depressiven Symptome nach dem Rauchstopp sehr stark ausgeprägt oder lang anhaltend. Dann sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen. Fragen Sie am besten Ihren Hausarzt nach einer geeigneten Anlaufstelle.

Stand: 25.12.2013
Autor:

Quellen:

  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): www.dkfz.de (Abruf: 20.12.2013)
  • Rauchstopp-Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.rauchfrei-info.de (Abruf: 20.12.2013)