Rauchstopp - Größerer Erfolg für Zukunftsplaner

Wer generell seine Zukunft plant, hat bessere Chancen mit dem Rauchen aufzuhören

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Raucher, die ihre Zukunft grundsätzlich planen, haben größere Chancen mit dem Qualmen aufzuhören. Das ist das Ergebnis einer australischen Studie, die im Fachblatt "Addiction" veröffentlicht wurde. Sie könnten Rauchern demnach neue Perspektiven zum Rauchstopp bieten.

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Rauchstopp in Sicht?

Für ihre Untersuchungen analysierten zwei britische Forscherinnen die Daten von insgesamt 1817 Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren. Dabei  beantworteten die Probanden im Zeitraum zwischen 2001 und 2008 mindestens vier Fragen zu ihrem Rauchverhalten, ob sie vor hatten damit aufzuhören und wie weit sie finanziell in die Zukunft planten. Außerdem gaben die Teilnehmer an, inwiefern sie von künftigen Plänen heute schon beeinflusst werden.

Erfolgreiche Zukunftsplaner

Nachdem die Wissenschaftlerinnen feststellten, wer 2008 weiterhin rauchte, stand das Ergebnis fest: Wer längerfristig plant, das Rauchen aufzugeben, schafft es mit größerer Wahrscheinlichkeit als solche, die es sich nicht zum Ziel gesetzt hatten.

Demnach schafften es 76 Prozent der Zukunftsplaner, das Rauchen aufzugeben. Unter denen, die weiter rauchten, waren nur 66 Prozent vorausschauend. "Diese Ergebnisse könnten nützlich sein, um Raucher beim Aufhören zu unterstützen, beispielsweise könnte man ihnen helfen, ein bisschen mehr über ihre Zukunft nachzudenken", schreibt Jean Adams von der Newcastle University.

Ähnliche Ergebnisse liefern Studien mit Menschen, die erstmals die Diagnose Diabetes gestellt bekamen. So achteten jene, die generell ihre Zukunft planten, eher auf ihre Ernährung und die körperliche Fitness.

Stand: 07.05.2013

Quelle:

  • Braun H. et al. The role of time preference in smoking cessation: a longitudinal analysis of data from the Household Income and Labour Dynamics of Australia survey, 2001-08. Addiction. doi: 10.1111/j.1360-0443.2012.03997.x