Gefährliche Hühneraugen

Gefahr durch Hühneraugen

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Schön und bequem - das geht bei Schuhen manchmal einfach nicht zusammen. Vielleicht ist das der Grund, warum Frauen besonders häufig von Hühneraugen betroffen sind. Wo die Haut besonders strapaziert wird, kann dann ein Dorn aus Hornhaut entstehen. Und der setzt die tiefen Hautschichten unter Druck und kann ziemliche Schmerzen bereiten. Erfahren Sie in der Klickstrecke, was Sie dagegen tun können.

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Fehlgeleitetes Schutzpolster

Gerade sehr enge und spitze Stiefel und sogenannte High Heels werden von Fußexperten mit Stirnrunzeln betrachtet. Denn dieses Schuhwerk drückt die Füße vor allem im Vorfußbereich stark zusammen. Die Folge: Auf der Haut bildet sich eine Schwiele. Die oberen Hautschichten verhornen, um den Fuß zu schützen. Dehnt sich die Hornschicht kegelförmig immer tiefer in die Haut aus, entsteht schließlich ein Hühnerauge. Das ist meist gelblich, von runder Form, scharf abgegrenzt und fünf bis acht Millimeter groß.

Aber nicht nur falsche Treter fördern die Verhornung. Auch Fehlstellungen der Füße oder Zehen können zur Schwielenbildung führen. Darunter fallen zum Beispiel die "Hammerzehe", der "Hallux valgus" oder knöcherne Auswüchse an der Ferse. Bei Diabetikern ist manchmal auch besonders trockene Haut der Vorläufer eines Hautdorns. Sie brauchen deswegen ein ganz spezielles Fußpflegeprogramm.

Hühnerauge unterm Zehennagel

Klassische Stelle für ein Hühnerauge ist die Außenseite des kleinen Zehs, denn hier drückt der Schuh besonders oft. Die Fachleute unterscheiden zwischen den "weichen Hühneraugen", die vor allem zwischen Zehen entstehen, wenn diese ständig aneinander gepresst werden. Diese Form der Hühneraugen hat einen weichen, flachen Kern. Das gewöhnliche Hühnerauge dagegen zeichnet sich durch den harten, stark verdichteten Hornkern aus. Übrigens sind auch die Zehennägel kein Schutz vor den schmerzhaften Stellen - auch unter ihnen kann ein Hühnerauge entstehen. Selbst an den Händen bilden sich bei manchen Mneschen Hühneraugen.

Manchmal droht sogar eine Blutvergiftung

Im günstigsten Fall schmerzt das Hühnerauge nur dann, wenn Druck auf die Stelle ausgeübt wird. Der Dorn kann aber auch das tieferliegende Bindegewebe reizen. Entzündet sich dieses, entsteht eine tiefe Blase entstehen. Oder der Hornkegel drückt auf ein Gelenk und reizt die Knochenhaut - eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Im schlimmsten Fall reißt die Hornhaut ein und Bakterien wandern in die Tiefe. Sie können dort zu einer Infektion führen - bis hin zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung. Normalerweise warnen die Schmerzrezeptoren den Betroffenen rechtzeitig. Vor allem Diabetiker haben aber oft ein vermindertes Gefühl in den Füßen und entdecken die Hühneraugen zu spät - Komplikationen können die Folge sein. Es gibt also genügend Gründe, das Hühnerauge rechtzeitig zu bekämpfen.

Stand: 31.10.2016