Schuppen - daher kommen sie, so bleiben sie weg

Alle Menschen haben Schuppen - woher kommt das weiße Rieseln und was können Sie dagegen tun?

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Alle Menschen haben Schuppen - kleben die toten Hautschuppen allerdings zusammen und rieseln als weiße Schicht auf die Schultern, ist das für viele ein ästhetisches Problem. Die Kopfhaut ist hier eindeutig aus dem Gleichgewicht. Warum manche Menschen mehr zu Schuppen neigen, ist nicht geklärt - die Erbanlagen scheinen aber eine Rolle zu spielen. Es gibt zwei Formen von Schuppen - die trockenen, weißen und die fettigen, gelblichen.

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Juckender Hautpilz: Gelbliche, fettige Schuppen

Auf fettiger Kopfhaut fühlt sich der Hautpilz Pityrosporum besonders wohl. Der Pilz ernährt sich vom Talg. Die Anwesenheit des Untermieters bleibt allerdings nicht ohne Folgen: die Kopfhaut wird gereizt und juckt unangenehm. Der lästige Plagegeist lässt sich aber gut behandeln, es gibt verschiedene Antipilzmittel in der Apotheke oder der Drogerie. Sie verringern die Anzahl der Pilze und packen so das Problem an der Wurzel. Lassen Sie sich bei der Anwendung vom Apotheker beraten. Auch entfettende Shampoos können helfen, das Wachstum des Pilzes einzudämmen.

Heizungsluft: Trockene, weiße Schuppen

Viele Menschen haben deutlich öfter im Winter mit Schuppen zu kämpfen - das liegt an der Heizungsluft, die die Haut austrocknet und so die Schuppenbildung begünstigt. Die falsche Pflege - etwa mit Präparaten, die für fettige Schuppen gedacht sind, können das Problem jetzt noch verschlimmern. Es gibt aber extra Schuppenshampoos, die besonders milde und pflegende Substanzen wie Harnstoff, rückfettende Pflegestoffe oder juckreizstillende Zusätze (zum Beispiel Polidocanol) beeinhalten -  das verschafft Linderung.

Damit die Schuppen nicht wieder kommen

1. Waschen Sie Ihr Haar nicht zu oft

Waschen Sie die Haare nicht öfter als einmal am Tag. Fettige Haare sogar noch seltener, denn das Waschen regt die Talgproduktion zusätzlich an. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein, das trocknet die Kopfhaut zusätzlich aus.

2. Verwenden Sie milde Shampoos

Anti-Schuppen-Shampoos reinigen die Haare besonders sanft. Sie sollten aber nicht länger als einen Monat am Stück verwendet werden, weil sonst das Gleichgewicht auf dem Kopf durcheinander gerät. Steigen Sie dann lieber auf ein mildes Shampoo um, das weniger hautreizende Stoffe enthält

3. Schonen Sie Ihr Haar

Verzichten Sie auf zu viele Haarpflegeprodukte, denn diese enthalten Stoffe, die Ihre Kopfhaut reizen und damit die Schuppenbildung fördern können.

4. Föhnen Sie nur kurz oder besser: gar nicht

Föhnluft reizt die Kopfhaut. Verzichten Sie am besten ganz aufs Föhnen - vor allem wenn Sie fettiges Haar haben. Wenn Sie das nicht möchten, föhnen Sie nur kurz und möglichst in einer "kühleren" Einstellung des Geräts.

5. Lassen Sie die Sonne aufs Haar scheinen

Die UV-Strahlung der Sonne tut Ihren Haaren gut. Und auch Ihnen tut die Bewegung an der frischen Luft sicher gut. Aber Vorsicht: zu starke Sonnenstrahlung schadet auch wieder, dann lieber eine luftige Kopfbedeckung tragen.

6. Achten Sie auf Ihre Ernährung

Wer zu Schuppen neigt, sollte Alkohol, Zucker und Weizenmehlprodukte meiden. Denn sie erhöhen das Nahrungsangebot für Mikroorganismen auf der Haut. Das gleiche gilt auch für Kaffee. Mit Vitamin-A-, Biotin- und Vitamin-E-reicher Kost fördern Sie die Gesundheit Ihres Haares.

Stand: 23.11.2016
Autor:

Vorlage: Dr. med. Johannes Pichler, Melanie Iris Zimmermann

Quellen:

  • Altmeyer P.: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer Verlag. 2. Auflage 2005
  • Leitlinie der Deutschsprachigen Mykologischen Ges. et al.: Tinea capitis (Stand: Mai 2006)
  • Leitlinie der Dt. Dermatologischen Ges. (DDG): Therapie der Psoriasis vulgaris (Stand: Februar 2011)
  • Herrmann K. et al.: Dermatologie und medizinische Kosmetik: Leitfaden für die kosmetische Praxis. Springer. 2. Auflage 2007