Abnehmen stärkt die Potenz

Abnehmen stärkt die Potenz

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Rund 20 bis 50 Prozent aller Männer über 30 sind von Potenzproblemen betroffen. Einer der häufigsten Auslöser ist Diabetes. Denn sowohl die Nervenbahnen als auch die Blutgefäße leiden unter der Zuckerflut im Blut. Zusätzlich schwindet bei vielen die Lust an der Lust. Schon eine kleine Maßnahme kann die Männlichkeit aber wieder aufblühen lassen, zeigt eine Studie. In der Bildergalerie: Turbotricks für die Zeugungskraft.

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Für ihre Untersuchungen wertete ein Forscherteam um Gary Wittert von der University of Adelaide Daten von 31 fettleibigen Typ-2-Diabetikern aus, die sie über einen Zeitraum von acht Wochen gesammelt hatten. Während des Beobachtungszeitraums ersetzten die Probanden ihre normalen Mahlzeiten entweder durch Fertigmahlzeiten oder wurden auf eine kalorienarme Diät gesetzt.

Wenige Pfunde, großer Erfolg

Das Ergebnis: Männer, die ihr Körpergewicht um fünf Prozent reduzierten, brachten wieder Schwung in ihr Liebesleben. "In Zeiten, in denen orale Medikamente sehr populär sind, konnten wir zeigen, dass Abnehmen eine ganz einfache Maßnahme ist, um die erektile Funktion wiederherzustellen", erklärt Studienautor Irwin Goldstein.

Was „Mann“ sonst noch tun kann

Herren mit Potenzproblemen können aber noch mehr tun, um im Bett wieder ihren Mann zu stehen. Denn auch der Lebenswandel spielt eine entscheidende Rolle bei Impotenz. Bevor Medikamente zum Einsatz kommen, sollten deshalb lieber die Lebensgewohnheiten kritisch unter die Lupe genommen werden. Wer zu rauchen aufhört, körperlich aktiv ist, auf einen normalen Blutdruck und gute Cholesterinwerte und nicht zu letzt moderaten Alkoholkonsum achtet, reduziert wichtige Risikofaktoren für die Erektile Dysfunktion. Ganz nebenbei sind diese Maßnahmen auch ganz allgemein für die Gesundheit förderlich.

Ursachen der Erektilen Dysfunktion

Manchmal allerdings kann die abnehmende Manneskraft auch ernsthafte Ursachen haben. So gehören Herz-Kreislauferkrankungen wie Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), Koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck oft zu den Auslösern. Viele schämen sich für ihre Impotenz und warten deshalb im Schnitt eineinhalb Jahre, bis sie einen Arzt aufsuchen. Und das, obwohl die Heilungschancen umso besser sind, je eher die Erkrankung erkannt und behandelt wird. Wer also andauernd mehrere Wochen an Erektionsstörungen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen.

Körperliche Ursachen machen 70 Prozent aller Potenzprobleme aus. Beim Rest ist der Grund seelischer Natur. Psychische Probleme wie Leistungsdruck oder Beziehungsproblemen können häufig zu Problemen mit der Manneskraft führen, vor allem bei jungen Männern. Auch hier kann eine Therapie helfen.

Stand: 23.02.2015
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Quellen:

  • Leitlinien der European Association of Urology (EAU): Guidelines on male sexual dysfunktion
  • Leitlinien der Dt. Ges. f. Neurologie: Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion
  • Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit (www.isg-info.de)