Alkohol plus Sex gleich Impotenz?

Ein Schlückchen erleichtert vielleicht die Anbahnung, aber zu viel Alkohol schadet der Libido

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Der Alkohol fließt in Strömen, eines führt zum anderen und Sex bahnt sich an. Scheinbar sind alkoholische Getränke ein prima Kuppler, wenn es um zwischenmenschliche Nähe geht. Aber Vorsicht: Schon ein Glas zu viel kann die Lust killen. Vor allem Männer verlieren dann mitunter an Standvermögen im Bett.

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Problematisch ist auch, wenn jemand das Gefühl hat, den Alkohol zu brauchen, um überhaupt locker zu werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt: Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol täglich. Die befinden sich ungefähr in einem 0.5 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein. Frauen sollen sogar nur die Hälfte davon trinken.

Alkohol ist ein Nervengift

Auch wenn ein Schlückchen die Anbahnung vielleicht erleichtert, übermäßiger Alkoholkonsum hat sehr schlechte Auswirkungen auf die Libido. Alkohol ist ein starkes Nervengift – das begünstigt Impotenz. Vor allem bei Menschen, die regelmäßig trinken, sterben die Nervenzellen nach und nach ab. Das gilt auch für jene Zellen, die eigentlich dafür da sind, eine Erektion auszulösen.

Männer mit Brust

Zu viel Alkohol kann außerdem zur Verweiblichung führen, denn der Hormonhaushalt leidet ebenfalls. Speziell bei Männern sinkt der Testosteronspiegel, sie entwickeln einen Brustansatz. Wenig Testosteron kann außerdem auch weniger Lust auf Sex bedeuten.

Alkoholmissbrauch als Folgeerscheinung von Depression

Oft haben übermäßiger Alkoholkonsum und Impotenz den gleichen Auslöser, Depressionen, bedingen sich aber nicht unbedingt. Eine mögliche Ursache ist die fehlende Antriebskraft, die sich auf die sexuelle Aktivität auswirken kann. Auch Medikamente gegen Depression wirken sich in manchen Fällen negativ auf die Libido aus.

Stand: 19.01.2015

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