Was ist dran an Aphrodisiaka?

Für die meisten der Aphrodisika ist wissenschaftlich keine Wirkung nachgewiesen

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Austern, Kaviar oder Ginseng, aber auch Exoten wir Nashorn oder Tigerpenis - die Liste der Mittelchen, die angeblich die Lust steigern, ist lang. Aber kann das funktionieren? Aphrodisiaken, benannt nach der griechischen Göttin Aphrodite, sind all jene Genussmittel, denen eine anregende Wirkung auf das Liebesleben nachgesagt wird.

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Sie werden entweder gegessen, geraucht, inhaliert oder getrunken. Sie sollen ihre Konsumenten für erotische Reize empfänglicher machen und den Sex zu einem intensiveren Erlebnis. Nicht zu verwechseln sind die lustmachenden Mittel mit Potenzmitteln. Hier wird eine physisch oder organisch bedingte Erektionsstörung behoben.

Effekt nicht nachgewiesen

Wissenschaftlichen Nachweis für eine tatsächliche anregende Wirkung gibt es keinen. Außer vielleicht für den pflanzlichen Wirkstoff Yohimbin. Ansonsten wirkt wohl vor allem der Placebo-Effekt positiv. Das bedeutet, subjektiv kann der ein oder andere tatsächlich glauben, seine Liebesfähigkeit wäre gesteigert worden.

Wer seine Essen also mit dem ein oder anderen delikaten Gewürz, Gemüseart oder exotischen Zutat bereichern möchte - dagegen ist nichts einzuwenden. Vorsicht ist allerdings bei manchen Mittelchen geboten, denn es kann - vor allem bei Überdosierung - zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

Auch bei Produkten aus dem Internet sollte man gut abwägen, ob es sich um seriöse Angebote handelt. Aphrodisiaka werden zum Teil auch in Sex-Shops, Drogerien und Apotheken angeboten. Verzichten sollte man auf jeden Fall auf kuriose Wundermittel, die womöglich illegal und gesundheitsgefährdend sind.

Stand: 06.05.2013

Vorlage: Dr. med. Britta Bürger
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