Kondome - beliebtes Latex

Kondome verhindern eine ungewollte Schwangerschaft und bieten Schutz vor Geschlechtskrankheiten

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Kondome sind nach der Pille die beliebteste Verhütungsmethode. Sie verhindern eine ungewollte Schwangerschaft und bieten als einziges Verhütungsmittel Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV, Feigwarzen oder Chlamydien. Die aus Latex bestehenden Überzüge für den Penis gibt es in den verschiedensten Varianten: klein, lang, dünn, feucht, trocken, mit oder ohne Spermizid, mit Geschmack und Geruch. 

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Am besten bezieht man das Überziehen das Kondoms mit ins Liebesspiel ein, so vermeidet man Stress und Anwendungsfehler.

Ist das Kondom sicher?

Werden die „Verhüterli“ richtig angewendet, sind sie sicher. Der Pearl-Index besagt: 2 bis 12 von 100 Frauen, die ein Jahr lange mit Kondomen verhüten, werden ungewollt schwanger. Wichtig ist dabei aber, auf das Haltbarkeitsdatum der Lümmeltüten zu achten und nur Markenware mit Prüfsiegel CE zu verwenden. Die Kondome sollten auch nicht der Sonne, Hitze oder unsachgemäßer Lagerung (Hosentasche oder Geldbeutel) ausgesetzt sein.

Wie wird das Kondom angewendet?

Sicher sind Kondome nur bei sachgemäßer Anwendung. Es lohnt sich, deswegen die Gebrauchsanweisung genau zu studieren und gegebenenfalls die ein oder andere „Trockenübung“ zu machen.

Schritt 1

Nehmen Sie das Kondom vorsichtig aus der Packung (keine scharfen Gegenstände oder Fingernägel!)

Schritt 2

Das Röllchen muss am Rand außen sein, damit das Kondom korrekt abgerollt werden kann. Hat der Penis versehentlich die falsche Seite berührt – Kondom wegwerfen.

Schritt 3

Reservoir (Kondomspitze) zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, Kondom auf steifem Penis platzieren. Vorsichtig abrollen, bis zur Peniswurzel. Sitz kontrollieren: d.h. das Kondom sollte den steifen Penis luftbläschenfrei umschließen.

Schritt 4

Nach dem Samenerguss den Penis gleich wieder aus der Scheide ziehen. Das Kondom dabei mit einer Hand festhalten, damit es nicht aus Versehen abgestreift wird. Kondom ausziehen. Hände und Penis anschließend waschen, damit keine Samenflüssigkeit hängen bleibt und eine ungewollte Schwangerschaft auslöst.

Was sind die Vorteile eines Kondoms?

  • Bietet Schutz vor Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten
  • Leicht erhältlich
  • Relativ billig
  • Guter Verhütungsschutz

Was sind die Nachteile des Kondoms?

  • Manchmal tritt Latex-Allergie oder –Unverträglichkeit auf
  • Nur sicher bei korrektem Gebrauch
  • Manche Männer klagen über verminderte Empfindsamkeit

Was tun, wenn ein Malheur passiert?

Manchmal kann es passieren, dass das Kondom reißt oder in die Scheide rutscht (sofort entfernen!). Der Schutz ist dann nicht mehr gewährleistet. Jetzt sollte die Frau sofort einen Frauenarzt aufsuchen und sich beraten lassen, ob zum Beispiel die Pille danach notwendig ist. Der Schutz gegen sexuelle Krankheiten ist dann auch nicht mehr gewährleistet.  

Stand: 14.10.2014
Autor:

Vorlage: Dr. med. Nora Henk

Quellen:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.familienplanung.de)
  • pro familia e.V. (www.profamilia.de)
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.: Empfängnisverhütung - Familienplanung in Deutschland. Stand 09/2010