Menstruation – Alles Wissenswerte zur Periode

Mädchen bekommen im Durchschnitt ihre erste Periode im Alter von 12,5 Jahren

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Periode, Regel, Tage – die weibliche Menstruation hat viele Namen. Sie alle beschreiben dasselbe Phänomen, das monatlich geschlechtsreifen Frauen widerfährt. Bei Mädchen setzt die Menstruation im Laufe der Pubertät ein und läutet die Fortpflanzungsfähigkeit ein. Mehr oder weniger regelmäßig wiederholt sich von jetzt an ein Hormonzyklus, an dessen Ende die monatliche Erneuerung der Gebärmutterschleimhaut und damit die Periode steht.

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Menstruation – was ist das?

Schon lange vor der ersten Menstruation warten die Eizellen in den Eierstöcken der Frau darauf, reif zu werden. Denn schon vor der Geburt der Frau – wenn sich der Fötus entwickelt – werden die Eizellen angelegt. Setzt später die Geschlechtsreife der Mädchen ein, stimulieren bestimmte Hormone die Eierstöcke und eine Eizelle beginnt zu reifen. Etwa in der Mitte des Zyklus löst sich die reife Zelle vom Eierstock – das ist der sogenannte Eisprung.

Nach dem Eisprung wird das Hormon Progesteron ausgeschüttet, es gibt der Gebärmutterschleimhaut das Signal: "Ich bin auf dem Weg, mach dich bereit". Das Ei wandert erst durch den Eileiter bis hin zur Gebärmutter. Dies ist die Zeit, in der die Frau theoretisch schwanger werden kann - allerdings sollte hier bei der zeitlichen Kalkulation berücksichtigt werden, dass Spermien einige Tage in der Frau überleben können.

Ohne Befruchtung wird die Schleimhaut wieder abgebaut und die Reste bei der Menstruation ausgeschieden. Dabei verlieren Frauen ungefähr 150 Milliliter Blut. Der gesamte Zyklus dauert durchschnittlich 28 Tage - im Schnitt bekommen Mädchen mit 12,5 Jahren ihre erste Periode. Mit Eintritt in die Wechseljahre im Alter zwischen 45 und 55 Jahren, verabschiedet sich auch die monatliche Menstruation.

Wer sich einen Überblick über die Stärke und Regelmäßigkeit seiner Periode verschaffen will, der sollte einen Menstruationskalender führen.

Woher kommen Menstruationsbeschwerden?

Während der Menstruation klagen viele Frauen über Regelschmerzen. Typische Symptome sind krampfartige Kontraktionen und ein Ziehen im Unterleib, Bauch- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Durchfall sowie Schweißausbrüche und Müdigkeit. Auslöser der Menstruationsbeschwerden ist die Gebärmutter, die mit Kontraktionen versucht, Blut und Schleimhautreste auszuscheiden. Diese „Mini-Wehen“ während der Menstruation werden oft als schmerzhaft empfunden. Bei älteren Frauen können auch gutartige Muskelknoten in der Gebärmutterwand oder frühere Infektionen Schmerzen während der Periodenblutung auslösen.

Aber nicht nur während der eigentlichen Menstruation haben Frauen Beschwerden. Denn viele spüren ihn tatsächlich, den Eisprung. Meist ist ein leichter Schmerz im Unterleib das Signal, bei manchen kann es auch zu einer kleinen Blutung unabhängig von der Menstruation kommen.

Regelschmerzen – was hilft dagegen?

Keine Frau ist ihren Menstruationsbeschwerden hilflos ausgeliefert. Verhütungsmittel mit Hormonen schaffen zum Beispiel Abhilfe und können auch die Stärke der Periodenblutung mindern. Speziell Kombinationspräparaten aus Östrogen und Gestagen wie die Pille oder der Vaginalring können hier verschrieben werden. Übrigens lässt sich mithilfe der hormonellen Verhütungsmittel die Menstruation auch verschieben. Regelschmerzen sollten Sie in den Menstruationskalender aufführen, um eventuelle Unregelmäßigkeiten besser analysieren zu können.

Neben Hormonen kann auch Sport und körperliche Bewegung gegen starke Periodenschmerzen helfen. Aber Vorsicht: Wer Sport zu extensiv betreibt, kann die die Hormonausschüttung negativ beeinflussen, so dass die Menstruation ganz ausbleibt. Ebenfalls negativ auf die Periode wirkt sich Stress aus - wer für psychische und körperliche Ausgeglichenheit während der Regelblutung sorgt, hat meist auch weniger Menstruationsschmerzen.

Stand: 16.08.2016
Autor:

Vorlage: Dr. med. Britta Bürger