Pille danach Nebenwirkungen

Die Pille danach: Nebenwirkungen sind möglich.

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Jetzt ist es doch passiert: Beim Sex ist etwas schief gegangen. Wie lässt sich jetzt noch die unerwünschte Schwangerschaft verhindern? Ihre Chance: die Pille danach. Nebenwirkungen sind bei dieser Art der Schwangerschaftsverhütung allerdings nicht ausgeschlossen. Lesen Sie hier, was passieren kann und was Sie beachten müssen, wenn Sie sich die Pille danach verschreiben lassen möchten.

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Die Pille danach ist kein Verhütungsmittel! Sie sollten sie nur im Notfall anwenden: Einerseits hat sie stärkere Nebenwirkungen als reguläre Verhütungsmittel, andererseits nimmt ihre Wirkung bei häufiger Einnahme innerhalb eines kurzen Zeitraums ab. Sie können das Präparat zudem nur einmal pro Zyklus anwenden. Nach der Einnahme der Pille danach müssen Sie mit einem nicht-hormonellen Verhütungsmittel verhüten, also beispielsweise einem Kondom. Das gilt, bis Sie Ihre Regelblutung hatten und der Zyklus von neuem beginnt.

Pille danach: Blutung und Schmerzen sind möglich

Grundsätzlich wirkt die Pille danach, indem sie den Eisprung verzögert, sodass Spermien kein Ei vorfinden, dass sie befruchten könnten. Diese starke Wirkung bleibt allerdings nicht ganz ohne Folgen. Typische Pille-danach-Nebenwirkungen sind Bauchschmerzen und Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation. Außerdem können noch auftreten:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verdauungsprobleme
  • Muskelkrämpfe
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Zwischenblutungen
  • Schmierblutungen
  • Brustspannen
  • Eine verstärkte oder verspätete Blutung
  • Zyklusstörungen im folgenden Zyklus

Normalerweise sind die Beschwerden allerdings nur von kurzer Dauer.

Nebenwirkungen Pille danach: Wann zum Arzt gehen?

Wenn Sie starke, lang anhaltende Schmerzen nach der Einnahme der Pille danach haben, gehen Sie zum Arzt. Der Weg zum Mediziner sollte auch eingeschlagen werden, wenn die Abbruchblutung, auch zum gewöhnten Regelblutungszeitpunkt, ganz ausbleibt oder sehr schwach ist. Zögern Sie auch nicht, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Sie irgendetwas anderes beunruhigt.

Nebenwirkungen: Pille danach kann Leberschäden verschlimmern

Wenn Sie Leberschäden haben, sollten Sie diese dem Arzt vor dem Verschreiben der Pille danach mitteilen. Es kann sein, dass das Medikament die Erkrankung verschlimmert. Wenn Sie bereits eine Eileiterschwangerschaft hatten, ist es ratsam, eine Kontrolluntersuchung nach der Einnahme durchzuführen. Die Pille danach begünstigt eine weitere Eileiterschwangerschaft.

Für stillende Mütter ist wichtig: Der Wirkstoff Ulipristalacetat geht in die Muttermilch über. Wenn Sie die Pille danach mit diesem Arzneistoff einnehmen, sollten Sie nach der Einnahme 36 Stunden lang mit dem Stillen pausieren. Der Wirkstoff Levonorgestrel findet sich nur in geringen Mengen in der Muttermilch wieder, sodass es keine Bedenken gibt: Hier können Sie weiter wie gewohnt stillen.

Stand: 01.09.2014

Quellen:

Frauenärzte im Netz (www.frauenaerzte-im-netz.de; Abruf 23.09.2013)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.familienplanung.de; Abruf 23.09.2013)