Das schützt vor Blasenentzündung nach dem Sex
Das Schönste an einer Beziehung hat für manche Frau schmerzhafte Folgen: Honeymoon-Zystis (zu deutsch: Flitterwochen-Blasenentzündung) ist die blumige Bezeichnung für eine Infektion der Harnblase, die durch Sex ausgelöst werden kann. Aber keine Sorge - mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie der sexuell bedingten Blasenentzündung vorbeugen.
Kurze Wege für Bakterien
Frauen sind generell viermal so häufig von Blasenentzündungen betroffen wie Männer. Die Gründe sind einfach: Die Harnröhre ist bei Frauen kürzer - so haben schädliche Bakterien eine wesentlich kürzere Strecke zurückzulegen und können schneller eine Blasenentzündung verursachen.
Der andere Grund kommt beim Geschlechtsverkehr zum Tragen - der menschliche Körper ist übersät mit Bakterien. Beim Geschlechtsverkehr werden diese auch an Orte gebracht, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Denn Vagina und Harnröhrenausgang liegen bei Frauen sehr nah beieinander.
Keine Angst vorm Sex
Schmerzhaftes Ziehen beim Wasserlassen, Druck auf der Blase und zum Teil auch Unterleibskrämpfe - wer sich einmal beim Sex eine Blasenentzündung zugezogen hat, der verliert leicht die Lust am Geschlechtsverkehr. Aber das muss nicht sein, denn wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie sich wieder ganz dem zärtlichen Miteinander widmen - ohne dauernd an eine drohende Honeymonn-Zystitis denken zu müssen.
Autor: Luise Heine
Vorlage: Dr. med. Nina Buschek
Quellen:
- Patienten-Leitlinie der Dt. Ges. f. Gynäkologie und Geburtshilfe: Brennen beim Wasserlassen (Stand: Mai 2009)
- Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.: Nieren- und Harnwegsinfektionen
