Zyklusstörungen – ein Alarmsignal des Körpers

Zyklusstörungen können viele Ursachen haben.

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Die meisten Frauen sind eine regelmäßige Menstruation gewöhnt. Treten unvermittelt Zyklusstörungen auf, sorgt das meist für Verunsicherung bei den Betroffenen. Denn oft wissen sie nicht, ob die Menstruationsstörungen harmlos oder Anzeichen für eine ernst zu nehmende Erkrankung sind. Informieren Sie sich hier, worauf Sie achten sollten und warum eine fachärztliche Abklärung der Zyklusstörung besser für Sie ist.

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Zuerst einmal: Es gibt nicht "die" Zyklusstörung - Menstruationsstörungen können viele Ausprägungen haben. Grundsätzlich ist es wichtig, die Intensität der Blutung, den Zeitpunkt und die Dauer ihres Auftretens im Auge zu behalten. Nicht jede Störung ist behandlungsbedürftig. Dazu gehören:

  • Schmierblutungen (Spotting): sind meist harmlose, ein bis zwei Tage andauernde Zwischenblutungen, die regelmäßig auftreten und klar mit dem normalen Zyklus in Verbindung stehen.
  • Ein verlängerter Menstruationszyklus (Oligomenorrhoe): der länger als 35 Tage andauert, wobei die Stärke und die Dauer der Blutung normal sind. Sofern kein Kinderwunsch besteht, ist keine ärztliche Therapie notwendig.

Bei diesen Zyklusstörungen besser zum Arzt

Insbesondere wenn Sie unter einer der folgenden Unregelmäßigkeiten leiden, sollten Sie das allerdings ärztlich abklären lassen. Diese Zyklusstörungen können auf ein ernst zu nehmendes Krankheitsgeschehen hinweisen :

  • Eine verstärkte Monatsblutung (Hypermenorrhoe), die über mehrere Zyklen andauert.
  • Eine abgeschwächte Monatsblutung (Hypomenorrhoe) - sie tritt im Normalfall vor dem Eintritt der Wechseljahre auf, sollte aber bei jüngeren Frauen ebenfalls ärztlich abgeklärt werden.
  • Die verlängerte Monatsblutung (Menorrhagie), die bei normaler Zykluslänge länger als sechs Tage andauert.
  • Ein Menstruationszyklus, der kürzer als­­­­­­­­­­­ 25 Tage dauert (Polymenorrhoe), er wird häufig durch ein hormonelles Ungleichgewicht ausgelöst.
  • Zwischenblutungen (Metrorrhagie), die keinen klaren Zyklusverlauf mehr erkennen lassen, unregelmäßig auftreten und länger als sieben Tage andauern.
  • Von einem Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe) spricht man, wenn über drei Monate keine Regelblutung aufgetreten ist.

Zyklusstörungen - sorgfältige Diagnostik ist entscheidend

Das Absetzen der Pille, Schwangerschaft, Entzündungen und Tumore, Hormonveränderungen, aber auch Verletzungen, Leistungssport oder Fehlernährung können Zyklusstörungen auslösen. Die Behandlung dieser Menstruationsstörungen hängt von der jeweiligen Ursache ab. Sie kann von Hormonbehandlungen bis hin zu operativen Eingriffen reichen. Wichtig ist eine sorgfältige Diagnostik, damit Sie Tumore, Polypen oder Entzündungen ausschließen oder behandeln lassen. Hilfreich ist auch eine Untersuchung Ihres Hormonspiegels, um den Ursachen der Zyklusstörungen auf den Grund zu gehen.

Nehmen Sie Zyklusstörungen ernst, aber bewahren Sie Ruhe. Oft stellen sich die Ursachen als harmlos oder gut therapierbar heraus. Nicht jede Abweichung vom normalen Zyklus ist ein Krankheitssymptom - auch eine unregelmäßige Lebensweise oder eine Stressphase können dafür verantwortlich sein. Der Gang zum Gynäkologen ist jedoch in jedem Fall ratsam, denn eine sichere Diagnose ist allemal besser als Sorgen und schlaflose Nächte.

Stand: 09.08.2013

Quellen:

  • Frauenärzte im Netz (Abruf 23.07.2013)
  • Gesundheit heute (Abruf 2.07.2013)